Mutmaßlicher Täter wollte ins Gefängnis

Sushi-Bote auf Motorhaube: Amokfahrt als Mordversuch

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In der Bayerstraße (l.) krachte der Punto in einen Audi – mit Serhad (r.) vorne auf der Motorhaube.

München - Er klaute ein Auto und bescherte dessen Fahrer einen 1,5 Kilometer langen Ritt durch München - auf der Motorhaube! Was nun herauskam: Der 37 Jahre alte Mann wollte wohl ins Gefängnis.

Drei Tage sind seit der Amokfahrt vergangen, bei dem ein junger Mann (26) leicht verletzt wurde. Jetzt steht fest: Der Tatverdächtige, ein 37-jähriger Slowake, nahm den Tod des Geschädigten billigend in Kauf.

Zu diesem Entschluss kommt die Staatsanwaltschaft München I. Dem Mann wird deshalb versuchter Mord vorgeworfen. Das Perfide: Er wollte wohl mit Absicht ins Gefängnis! Der Vorfall ereignete sich am helllichten Tag.

Unfreiwillige Irr-Fahrt endete am Hauptbahnhof

Sushi-Lieferant Serhadhatte seinen Wagen nur kurz vor dem Asia-Bistro an der Kapuzinerstraße abgestellt. Als er zurückkam, war das Auto weg. Aber nur kurz. Gleich drauf bretterte der Dieb in Richtung Lindwurmstraße an Serhad vorbei. Das Auto hielt an einer Ampel.

Serhad ergriff die Chance und stellte sich davor. Der Dieb fuhr weiter, Serhad lag auf der Motorhaube. Mit Tempo 50 bis 80 lenkte der Mann das Auto im Zick-Zack durch München. Serhad hielt sich fest. Erst als der Pkw ins eines Audi krachte, endete die unfreiwillige Irr-Fahrt am Hauptbahnhof.

Bei seiner Vernehmung sagte der 37-Jährige aus, er wollte ins Gefängnis, weil er keine Wohnung habe und ein Dach über dem Kopf möchte.

Cap

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