Sutil vor Gericht: "Es tut mir wahnsinnig leid"

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Adrian Sutil bei seiner Vernehmung im Amtsgericht München

München - Der Rennfahrer Adrian Sutil muss sich in München gegen den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung verteidigen. Vor Gericht entschuldigt sich der Formel-1-Pilot erst mal.

Die Hände verschränkt, den Blick gesenkt – so sehen wir Adrian Sutil (29) vor dem Münchner Amtsgericht. Der Gräfelfinger Formel-1-Rennfahrer entschuldigte sich am Montag, dem ersten Verhandlungstag, beim belgischen Motorsport-Geschäftsmann Eric Lux, mit dem er in einer Disco aneinandergeraten war: „Es tut mir wahnsinnig leid. Ich wollte ihn nicht verletzen.“ Sutil muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, Lux hatte eine Schnittwunde am Hals erlitten.

Formel-1-Star Adrian Sutil in München vor Gericht

Formel-1-Star Adrian Sutil in München vor Gericht

Es geht um einen Vorfall im April 2011 in Schanghai. Sutil, damals in Diensten von Force India, hatte nach dem Rennen zusammen mit Sieger Lewis Hamilton (27, McLaren) im edlen Club M1NT gefeiert. Hier war auch Lux (Teilhaber des ehemaligen Renault-Teams) mit mehreren Gästen. Dann gab’s Ärger: Eine Dame, die zu Lux’ Gesellschaft gehörte, verschüttete einen Drink auf Sutils Hose – so sagte es der Rennfahrer aus.

Nachdem er sich bei ihr beschwert habe, habe sich Lux eingeschaltet und bei Sutil mehr Respekt für seine Gäste gefordert. In der Folge, so Sutil, habe er Lux intuitiv weggestoßen, weil dieser kaum Abstand gehalten habe. Wie die Verletzung mit dem Glas entstanden ist, konnten weder Sutil noch Lux genau sagen. Auch die Fahrer-Kollegen Jérôme d’Ambrosio (26, persönlich vor Ort) und Hamilton (schickte seine Aussage per Brief) haben die Szene nicht gesehen. Jedenfalls trug Lux eine Wunde davon, die mit mehreren Stichen genäht wurde.

Sutil berichtete, er habe mehrfach versucht, sich zu entschuldigen, Lux sei ihm aber ausgewichen. Und: „Er hat mir gedroht, er möchte mich zerstören.“ Lux wiederum sagt, er habe erwartet, Sutil würde persönlich nach Luxemburg kommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in einem Strafbefehl zunächst ein Jahr auf Bewährung für Sutil gefordert. Am Dienstag wird die Verhandlung fortgesetzt.

rfe

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