Sympathie-Wert: Ude rutscht ab!

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Münchens OB Christian Ude.

München - Oha! Der Höhenflug von Christian Ude (64), der ihn nächstes Jahr vom OB-Zimmer in den Ministerpräsidenten-Sessel katapultieren soll, hat einen Dämpfer erhalten.

Der SPD-Messias ist zumindest im Großraum München in der Gunst abgestürzt. Binnen sechs Monaten schrumpfte die Sympathisch-unsympathisch-Differenz von 58,5 auf 44. Der OB bleibt zwar die Nummer 1, verzeichnete aber den schlechtesten Wert, seit das Institut für Marktforschung im Februar 2003 die Daten erhebt. Sinkflug oder Jammern auf hohem Niveau?

Im Juni fanden von den Befragten Ude „nur“ noch 63,4 Prozent sympathisch (Spitzenwert Juni 2011: 77,2). Mit „unsympathisch“ antworteten diesmal 19,4 Prozent, im Oktober waren es nur 12,5 Prozent. Schadet die Kandidatur zum Ministerpräsideten dem Ansehen des OB? Ude verneint dies und nimmt die Zahlen gelassen. „Ich hab’ mit Schlimmerem gerechnet. Es ist normal, wenn man zum Beispiel in der Startbahn-Frage eine konträre Meinung zum grünen Koalitionspartner oder in der Landespolitik andere Standpunkte einnimmt als das konservative Lager. Dann sinkt die allgemeine Zustimmung“, analysiert Ude.

Mit seiner Arbeit als OB habe das nichts zu tun. „Ich freue mich sehr über die herausragenden Werte.“ Tatsächlich sind 61 Prozent mit der Rathaus-Politik allgemein und gar 67 Prozent mit der persönlichen Arbeit Udes zufrieden. Unangefochtener Münchner Bürger-King - streitbarer Ministerpräsidenten-Kandidat: Ude steht mehr im Fokus als je zuvor. Somit ist er zumindest in einem Wert unangefochten: Sein Bekanntheitsgrad liegt bei 90,3 Prozent. Reicht das, um nächstes Jahr Horst Seehofer als Landesvater abzulösen?

Stefan Dorner

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