Konzert in der Oly-Halle

Take That ohne Robbie: Nur ein halber Erfolg

München - Take That minus Robbie Williams: Das ist eine Formel, die durchaus aufgehen kann. Am Montagabend in der Olympiahalle klappte das nicht ganz, die Fans kamen dennoch auf ihre Kosten. Unsere Nachtkritik.

Die drei verbliebenen Gründungsmitglieder der großen Boy-Band der 90er haben offensichtlich noch richtig Lust auf aufwändige Live-Shows mit bunten Kostümen, Zirkus-Elementen und wilden Tänzen. Anders als zuletzt in Köln und Hamburg war das Konzert in der Münchner Olympiahalle am Montagabend trotzdem kein voller Erfolg. Eine allzu triste Kulisse boten die gerade mal 6500 Zuschauer (die Take That bizarrerweise im ersten Song mit der Zeile "There are so many people here!" begrüßte).

Einen launigen Abend verbrachten die Fans trotzdem: Bei den Hits der eigenen Jugend tanzten sich manche Enddreißigerinnen im Publikum gar in Fahrt als seien sie noch Jugendliche. Es dauerte gut eineinhalb Stunden, doch dann sprang der Funke von der Bühne - bestehend aus einem Ei-förmigen Laufsteg durch das halbe Arena-Publikum hindurch - endgültig auf die Fans doch noch über.

Die Herren sind mittlerweile alle in den Vierzigern, haben sich aber erstaunlich gut gehalten - und begleiten das eigene Altern mit einer fröhlichen Selbstironie und immer noch engagierten Tanzeinlagen. Bei "Relight my fire" schossen gar noch größere Feuer-Fontänen aus dem Boden als beim legendären "Wetten, dass..."-Auftritt 1994, den ein Großteil des Publikums mit den Eltern und der Sondererlaubnis, heute mal länger wach zu bleiben, vor dem Fernseher verbracht haben dürfte.

In der Olympiahalle hatte der süß wie eh und je grinsende Marc Owen am Montag seinen Münchnerinnen übrigens auch sogar ein paar bairische Worte mitgebracht: "Grüß Gott und servus". Da reagierte das Publikum wieder wie früher: mit Kreischen.

Nächstes Jahr will das Rest-Take-That nochmal ein neues Album aufnehmen. Darauf hat die Welt vermutlich nicht gewartet. Aber wenn sie nochmal nach München kommen, mit all ihrem Kostüm-Ideen, ihren famosen Tänzern, ihrer guten Laune und vielleicht einfach in einen kleineren Club: Das wäre schon großartig.

Felix Müller

Rubriklistenbild: © dpa (Archivbild)

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