Bis jetzt keine Einigung

Öffentlicher Dienst: Nun droht auch in München die Streikwelle

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Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind unzufrieden und fühlen sich unterbezahlt.

München - Im öffentlichen Dienst stocken die Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft Verdi droht mit der nächsten Streikwelle. In München könnte es ganz dick kommen.

Bei der Gewerkschaft Verdi ist man sauer. Stocksauer! Haben die Arbeitgeber doch nun für die Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes drei Prozent mehr Lohn für zwei Jahre geboten. „Das ist jenseits von Gut und Böse“, schimpfte gestern Münchens Verdi-Chef Heinrich Birner. Sechs Prozent mehr fordert seine Gewerkschaft für all die Erzieher, Kinderpfleger oder Klinik-Angestellten. „Wegen dieser Provokation werden wir nun besprechen, wo, wann und wie wir streiken werden.“

Wer diesmal wo streiken wird, will Münchens Verdi-Chef Heinrich Birner nicht verraten.

Ja, eine große Streikwelle droht der Stadt.Und es geht nicht nur um die Kitas, wo Eltern noch mit Grausen an das vergangene Jahr denken, als die Erzieherinnen wochenlang die Arbeit niederlegten. Theoretisch könnte diesmal auch im KVR gestreikt werden oder in den städtischen Kliniken. Auch sie sind im öffentlichen Dienst tätig. Und wer da mal stundenlang im Wartebereich saß, ahnt, wie überfordert die Mitarbeiter sind. „Wir werden aber nicht verraten, wo genau wir Aktionen planen“, so Birner. „Damit die Arbeitgeber nicht reagieren können.“ Ausnahmen seien hier nur die Kitas. „Weil wir ja nicht die Eltern treffen wollen. Diese müssen natürlich Zeit haben, eine andere Unterbringung für ihre Kinder zu organisieren.“

Was also kommt auf uns zu? Auch die Müllabfuhr, der Straßenbau oder die Angestellten in der Stadtverwaltung wollen sechs Prozent mehr Lohn. Vielleicht lassen auch sie die Arbeit diesmal ruhen. Birner: „Fest steht nur: Es wird Arbeitsniederlegungen geben. Wir müssen hier reagieren und werden das nun genau planen.“

Die Arbeitgeber bezeichnen die Forderung von sechs Prozent mehr Lohn als „überhöht“. Die nächsten Verhandlungen sind für den 28. und 29. April vereinbart. Heißt: Gut zwei Wochen Zeit für Verdi, um Druck zu machen.

Armin Geier

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