Taschendieb legt "Lebensbeichte" ab

München - Auf einem Christkindlmarkt ist der Polizei ein Taschendieb ins Netz gegangen. Mit den Vorwürfen konfrontiert, legte der 22-Jährige ein umfassendes Geständnis und im Laufe der Vernehmung eine regelrechte "Lebensbeichte" ab.

Die Beamten waren auf dem Christkindlmarkt am Wittelsbacherplatz auf den jungen Rumänen aufmerksam geworden, weil er sich offensichtlich stark für die Handtaschen von anderen Besuchern interessierte. Als sie ihn routinemäßig einer Kontrolle unterzogen, stellte sich heraus, dass die Bundespolizei bereits wegen zweier Diebstähle gegen ihn ermittelte.

Mit den Vorwürfen konfrontiert, gestand der 22-Jährige aus einer Hotellobby in der Nähe des Marienplatzes ein Laptop entwendet zu haben. Der Besitzer hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Anzeige erstattet. Da die Taten, die ihm bei der Bundespolizei zur Last gelegt wurden, alle am 9. Juli stattgefunden hatten, recherchierten die Beamten zu ähnlichen Delikten an diesem Tag. Dabei stießen sie auf zwei Taschendiebstähle, bei denen ein iPhone und ein Geldbeutel entwendet worden waren. Der Rumäne gestand die Taten sofort und machte detaillierte Angaben.

Im weiteren Verlauf der Vernehmung legte der junge Mann eine regelrechte "Lebensbeichte" ab. Er gestand, seit geraumer Zeit gewerbsmäßig im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Taschendiebstähle begangen zu haben. Dabei hatte er es nach eigenen Angaben vor allem auf hochwertige Mobiltelefone und Bargeld abgesehen. Die stahl er gezielt von schlafenden oder betrunkenen Personen; vorzugsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln. So will er mehrere Tausend Euro ergaunert haben.

Am Montag wird er dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen gegen ihn laufen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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