Genuss im Grünen

"Taste of München": Spitzenköche tischen im Englischen Garten auf

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Von links nach rechts: Achim Hack, Anton Schmaus, Holger Stromberg, Christoph Mezger, Bernd Arnold, Matthias Barthelmes, Michael Fell, Michael Hüsken, Andrea Schirmaier-Huber, Dominik Käppeler, Maximilian Moser und Anton Pozeg. Zur größeren Ansicht auf das Bild klicken.

Vier Tage lang werden die besten Köche der Stadt und des Freistaats Bayern auf dem Kulinarik-Festival "Taste of München" im Englischen Garten die Gäste verwöhnen.

Sieht ein bisschen aus wie das letzte Abendmahl – aber von wegen: Erstmals wird vom 3. bis 6. August im Grünen für Schlemmer aufgetischt – und zwar auf Sterne-Niveau! Unter dem Motto "Sterneküche für alle" werden insgesamt fünfzehn Spitzenköche jeweils drei Gerichte zu erschwinglichen Preisen zwischen 5 und 8 Euro anbieten. Der Eintritt kostet mittags 16 Euro, abends 19 Euro. Das Konzept, Feinkost-Zeltlager an schönen Orten der Welt zu errichten, gibt es seit 2004 – damals im Londoner Regent’s Park.

In Deutschland jetzt zum ersten Mal. München war der Favorit: „In Bayern gibt es nun mal die meisten Spitzenköche“, sagt Organisator Andreas von Splényi. Lesen Sie, welche Köche vor Ort sein werden – und welche Gerichte sie den Münchnern kredenzen.

Achim Hack: "Restaurant Heimat"

Der 47-Jährige setzt in seinem "Restaurant Heimat" auf Gut Steinbach (Reit im Winkl) auf Nachhaltigkeit. Der Karlsruher wird auf dem Kulinarik-Festival im August unter anderem das Gericht "Gut Steinbacher Apfel-Streusel mit Mandelrahm" servieren.

Anton Schmaus: "Storstad"

Der niederbayerische Sternekoch (35) eröffnete 2014 das "Storstad" in Regensburg. Er wird laut Mittelbayerischer Zeitung als neuer Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft gehandelt. Ein Gericht wird "Beef & Béarnaise mit Estragon" sein.

Holger Stromberg

Fernsehkoch (The Taste) und Betreiber des Tagesrestaurants "Kutchiin" (Balanstr. 73). Der 45-Jährige war mit 23 Jahren jüngster Sternekoch Deutschlands. Seit 2007 kochte er für die Fußballnationalmannschaft, jetzt ist er noch Ernährungsberater.

Christoph Mezger: "Tian"

Für den Sternekoch (34) ist Gemüse nicht nur eine Beilage. Kein Wunder, dass er in einer vegetarischen Gourmetküche (Frauenstr. 4) arbeitet. Ein feines Gericht für die vegetarischen Gäste: zum Beispiel Sellerie mit Ei, und Pfifferlingen.

Bernd Arnold: "Gesellschaftsraum"

Mitten in München (Bräuhausstr. 8) kocht der 43-Jährige, der grundsätzlich auf hochwertige Produkte setzt und beiden Speisen auf unnötigen Firlefanz verzichtet. Er wird den Münchnern eingelegte Garnelen und geschmorte Ochsenbacken kredenzen.

Matthias Barthelmes: "Vu Tang Kitchen"

Der gebürtige Münchner (36) kocht im einzigen Restaurant mit laotischer Küche im Süden von Deutschland (Augustenstr. 52). Seine Gerichte sind mit vielen Kräutern zubereitet: Er setzt auf laotische Rinder und Schweinebauch-Speisen.

Michael Fell: "Dichterstub'n"

Der Sternekoch (54) mag die bayerische Esskultur und Regionales. So werden in seinem Gourmetrestaurant in den Egerner Höfen am Tegernsee und auf dem Festival Bäckchen vom bayerischen Landschwein und bayerische Garnelen aus Eching serviert.

Michael Hüsekn: "Sophia's Restaurant & Bar" (im Charles Hotel)

Der 46-Jährige arbeitete unter anderem in "Geisels Werneckhof". Er setzt auf Regionales, gerne aber mit globalen Zutaten. Zum Beispiel tischt er gerne Lamm (Gutshof Polting) mit orientalischen Gewürzen auf.

Andrea Schirmaier-Huber

Die gebürtige Münchnerin wurde mit 21 Jahren 1999 zur Konditor-Weltmeisterin im kanadischen Montreal gekürt. Heute arbeitet sie als Abteilungsleiterin bei "Feinkost Käfer" und schreibt Bücher, zum Beispiel "Geschenke aus der Backstube".

Dominik Käppeler: "Showroom"

Seinen Durchbruch feierte der 28-Jährige im "Schweiger2", wo er 2015 einen Michelin-Stern bekam. Er wird auf dem Festival einen Steingarten mit einem Buddha kreieren, der aus Butterkeks, Schokolade, Lakritz und Thymian bestehen wird.

Maximilian Moser: "Aubergine"

Seit 2012 arbeitet der 31-jährige Sternekoch in dem Gourmetrestaurant in Starnberg. Seine Gerichte auf dem Kulinarik-Festival sind unter anderem Steinbutt im Artischockensud oder Jakobsmuscheln mit Dashi (japanischer Fischsud).

Anton Pozeg: "Schwarzreiter"

Ein bekanntes Gesicht in neuer Funktion: Der gebürtige Münchner war zuvor im "Vier Jahreszeiten Kempinski München". Sein Motto: eine junge, bayerische Küche – saisonal und frisch. Er wird die Gäste mit Wagyu Beef und Bratwurst auf Gemüse verwöhnen.

Erfahren Sie auf tz.de mehr zum Kulinarik-Festival "Taste of München".

Lesen Sie außerdem unseren umfangreichen Ratgeber zum Thema Grillen, Grillfleisch und Grillsoßen.

Von Tina Layes

Diese Lebensmittel bestehen hauptsächlich aus Zusatzstoffen

Ein Fruchtnektar hat meistens nur bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und besteht ansonsten zu 20 Prozent aus Zucker, Süßstoffen oder Honig. In Fruchtsaftgetränken findet sich sogar noch weniger "Frucht": Nur sechs bis 30 Prozent davon sind wirklich drin. Der Rest sind Aromaextrakte, künstliche Konservierungsstoffe und jede Menge Zucker.
Ein Fruchtnektar hat meistens nur bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und besteht ansonsten zu 20 Prozent aus Zucker, Süßstoffen oder Honig. In Fruchtsaftgetränken findet sich sogar noch weniger "Frucht": Nur sechs bis 30 Prozent davon sind wirklich drin. Der Rest sind Aromaextrakte, künstliche Konservierungsstoffe und jede Menge Zucker. © pixabay
Softdrinks sind nicht nur wahre Zuckerbomben, sondern enthalten auch noch Phosphorsäure und Chinin, welches in hoher Dosis Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen kann. Phosphorsäure hingegen greift den Zahnschmelz an.
Softdrinks sind nicht nur wahre Zuckerbomben, sondern enthalten auch noch Phosphorsäure und Chinin, welches in hoher Dosis Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen kann. Phosphorsäure hingegen greift den Zahnschmelz an. © pixabay
Da Wasabi-Wurzeln mit 40 Euro pro 100 Gramm recht teuer sind, mixen Lebensmittelhersteller den Dip aus Meerrettichpulver, Senfpulver und Maisstärke zusammen. Außerdem sind die Farbstoffe Brilliantblau (E133) und Zitronengelb (E102) enthalten.
Da Wasabi-Wurzeln mit 40 Euro pro 100 Gramm recht teuer sind, mixen Lebensmittelhersteller den Dip aus Meerrettichpulver, Senfpulver und Maisstärke zusammen. Außerdem sind die Farbstoffe Brilliantblau (E133) und Zitronengelb (E102) enthalten. © pixabay
In Wackelpudding findet sich oft der heikle Farbstoff Gelborange S E110. Dieser gehört zu den Azofarbstoffen und kann bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Aspirin und Benzosäure zu Allergien führen. Bei Kleinkindern nehmen diese Stoffe Einfluss auf Aufmerksamkeit und Aktivität. Weitere Farbstoffe auf die Sie achten sollten, sind Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4 R (E124a) und Allurarot AC (E129).
In Wackelpudding findet sich oft der heikle Farbstoff Gelborange S E110. Dieser gehört zu den Azofarbstoffen und kann bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Aspirin und Benzosäure zu Allergien führen. Bei Kleinkindern nehmen diese Stoffe Einfluss auf Aufmerksamkeit und Aktivität. Weitere Farbstoffe auf die Sie achten sollten, sind Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4 R (E124a) und Allurarot AC (E129). © pixabay
Damit Fertigsuppen lange haltbar bleiben und ihre Farbe nicht verändern, werden zahlreiche Zusatzstoffe – u.a. Siliciumdioxid – hinzugegeben. Auf diesen Stoff reagiert allerdings das Immunsystem des Darms empfindlich.
Damit Fertigsuppen lange haltbar bleiben und ihre Farbe nicht verändern, werden zahlreiche Zusatzstoffe – u.a. Siliciumdioxid – hinzugegeben. Auf diesen Stoff reagiert allerdings das Immunsystem des Darms empfindlich. © pixabay
Surimi ist eigentlich eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, der durch seine Garung in Zucker und Gelierung haltbarer gemacht wurde. Doch in Europa besteht es meist aus gepresster Fischmasse und Fischmuskeleiweiß von Fischarten, die im Normalfall so gut wie unverkäuflich sind. Zusätzlicher Bestandteil sind Phosphate, Hühnereiweiß, Sorbit und Wasser. Der Geschmack wird durch Aromastoffe und Gewürze imitiert.
Surimi ist eigentlich eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, der durch seine Garung in Zucker und Gelierung haltbarer gemacht wurde. Doch in Europa besteht es meist aus gepresster Fischmasse und Fischmuskeleiweiß von Fischarten, die im Normalfall so gut wie unverkäuflich sind. Zusätzlicher Bestandteil sind Phosphate, Hühnereiweiß, Sorbit und Wasser. Der Geschmack wird durch Aromastoffe und Gewürze imitiert. © pixabay

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