Bunte Parade

Tausende feiern den Christopher Street Day

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Mit bunten Kostümen feierten Tausende den Christopher Street Day in der Münchner Innenstadt

München - Mit lauter Musik und Trillerpfeifen-Konzert machten sich Tausende bunt gekleidete Lesben und Schwule in München zum Christopher Street Day für ihre gesellschaftlichen Rechte stark.

Bei der traditionellen Parade zum Christopher Street Day (CSD) sind Tausende Menschen durch die Münchner Innenstadt gezogen. In den Spitzenzeiten liefen bei dem Zug rund 7000 Teilnehmer mit, rund 80 000 Zuschauer säumten ihren Weg, sagte ein Polizeisprecher. Mit bunt geschmückten Umzugswägen, schrillen Verkleidungen, Seifenblasen, die durch die Luft gepustet wurden oder Regenbogenfahnen machten sich Schwule und Lesben am Samstag für ihre gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung stark. Das Motto: „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz“.

Zu dem bunten Umzug hatten sich 57 Vereine, Gruppen, Parteien und Szeneunternehmen angemeldet. Der Parade voran fuhren wie in den vergangenen Jahren auch die „Dykes on Bikes“ - lesbische Motorradfahrerinnen.

Schirmherr war Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), der gemeinsam mit seiner Ehefrau Edith von Welser-Ude an dem bunten Zug teilnahm. Auch andere Politiker, wie Claudia Roth (Grüne), mischten sich unter die Parade. Am Abend war eine Gesprächsrunde mit Politikern verschiedener Parteien geplant.

Bilder vom Christopher Street Day 2013

Bilder vom Christopher Street Day 2013

Der Name der Veranstaltung erinnert an die Geschehnisse in einer Schwulenkneipe in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969, wie die Veranstalter auf ihrer Homepage berichten. Damals kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Gästen und der Polizei. In der Folge kam es zu tagelangen Straßenschlachten. Seit 1970 gibt es in New York immer am letzten Samstag im Juni die CSD-Parade. Seit Ende der 70er Jahre findet der CSD auch in Deutschland statt.

dpa

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