Gericht in München entscheidet

Taxifahrer wollte Zuschlag für mehr Fahrgäste und wird bestraft

München - Das Amtsgericht hat einen Taxifahrer zu einer Geldbuße von 200 Euro verurteilt, weil er einen Mehrpersonenaufschlag verlangt hatte.

Mehr Fahrgäste, höherer Preis. Klingt plausibel, ist aber bei Taxifahrten rechtswidrig. Ein 48-jähriger Taxifahrer hatte im April in seinem Taxi fünf Fahrgäste mit vier Gepäckstücken vom Flughafen München in die Innenstadt gebracht - und einen Mehrpersonenaufschlag von fünf Euro berechnet. Die Frau, die für sich und ihre Begleiter die Rechnung bezahlte, beschwerte sich bei der Taxizentrale, die ihrerseits die Behörden benachrichtigte.

Taxler vor Gericht "völlig uneinsichtig"

Weil der Taxifahrer das Bußgeld von 100 Euro nicht zahlen wollte, kam es zu Verhandlung - und weil der Mann stur blieb, wurde es für ihn gleich nochmals teurer. Er sehe nicht ein, dass er ein Bußgeld zahlen solle, da auch andere Taxifahrer in München den Mehrpersonenaufschlag geltend machten, sagte er vor Gericht. Die Quittung: Da der Mann "offenkundig völlig uneinsichtig" sei, verdoppelte das Gericht die Strafe auf 200 Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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