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Taxifahrer schimpfen über „Rikscha-Plage“ am Marienplatz

Taxler sauer auf Radl-Chauffeure

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Am Marienplatz warten zahlreiche Rikscha-Chauffeure auf Fahrgäste.

München - Touristen lassen sich darin zum Hofbräuhaus oder durch den Englischen Garten kutschieren.

Den Münchnern gefällt der Hauch von Exotik, den sie in der Stadt verbreiten. Alle mögen die Rikschas als Alternative im Stadtverkehr – nur Münchens Taxifahrer schimpfen wie die Rohrspatzen…

Die Radl-Taxis: Kaum sind sie wieder unterwegs, gibt es Streit. Unter der Überschrift „Die Rikscha-Plage“ oder „Rikscha-Lawine“ beim Bildmotiv des Monats machten die Taxler in der Zeitschrift Taxi Kurier ihrem Ärger Luft. Sie fordern: Schluss mit der wachsenden Zahl von Rikschas, Schluss mit dem rücksichtslosen Abwerben von Taxigästen, Schluss mit der aggressiven Preispolitik und dem Gedränge am Marienplatz. „Wir haben prinzipiell nichts gegen die Rikschas“, sagt Reinhard Zielinski von Taxi-München. „Doch es kann nicht sein, dass sie einen Taxidienst anbieten, sich aber nicht an die Beförderungsbedingungen halten müssen oder dass ein Fahrgast für ein und dieselbe Strecke unterschiedliche Preise zahlen soll.“ Genau das hatte OB Christian Ude beklagt: Zweimal ließ er sich im vergangenen Jahr von der Wiesn zum Sendlinger Tor fahren – einmal hat es fünf, das andere Mal 25 Euro gekostet. Das sei Willkür und ein Versuch, das oftmals angetrunkene Publikum hereinzulegen, so Ude im Taxi Kurier.

Dominic Staat, Gründer und Geschäftsführer des Münchner Radl-Taxi-Anbieters „Rikscha Mobil“, versteht die ganze Aufregung nicht. „Wir unterliegen keiner Tarifpflicht. Bei uns gibt es für bestimmte Strecken feste Preise – der Rest ist Verhandlungssache. Fahrer und Kunden schließen miteinander einen mündlichen Vertrag ab.“ Über die Wut der Taxifahrer wundert er sich: „Eigentlich müssten sie uns mögen: Wir nehmen ihnen oft die Kurzstrecken ab, die sie selbst nicht so gerne fahren.“

50 Radl-Taxis hat „Rikscha Mobil“, rund 30 davon sind zur Zeit in München unterwegs. „Die sind alle bei der Stadt gemeldet, sie sind alle versichert und vom TÜV geprüft.“ Dass es schwarze Schafe gibt, bestreitet Staat nicht. „Diese Rikschas fahren aber auf eigene Faust und gehören nicht zu uns!“

Die Rikscha-Fahrer hoffen auf eine friedliche Lösung, genau wie die Stadt. Zwar sollen die Sorgen der Taxler jetzt sondiert werden. Dass sich etwas ändert, ist jedoch unwahrscheinlich. „Am einfachsten wäre es, wenn Rikschas und Taxler miteinander auskämen“, sagt KVR-Sprecher Christopher Habl. Dominic Staat sagt: „Die Taxifahrer müssen sich daran gewöhnen: Wir sind wieder da.“

fla.

Quelle: tz

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