Ärger um „zu hohe Stellgebühren“: Am Montag steht alles still

Taxler-Streik am Flughafen

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Pech für die Fahrgäste: Viele Taxis werden am Montag für einige Stunden am Flughafen keinen Dienst tun.

Wer am kommenden Montag am Münchner Flughafen in ein Taxi steigen will, wird es schwer haben.

Die langen Schlangen mit den weißen Autos – sie werden nicht da sein. Viele Taxler streiken nämlich. Täglich von 2 bis 11 Uhr vormittags. Warum? „Weil wir uns von der Betreiberfirma Isarfunk abgezockt fühlen“, schimpft Taxler-Chef Mehdi Schahrki. „Hier wird so abkassiert, dass uns Taxlern kaum noch was zum Leben übrig bleibt. Uns reicht es jetzt!“

Der Ärger um die Taxi-Stellplätze am Flughafen – er ist schon länger im Gange. Und nun sind zum 1. Januar noch einmal die Preise gestiegen. Heißt in Zahlen: Mittlerweile müssen Taxler eine Jahresgebühr von 243,95 Euro an den Betreiber Isarfunk zahlen, um am Airport auf Fahrgäste warten zu dürfen. Zum Vergleich: Für den Hauptbahnhof kostet die „Standgebühr“ nur rund 120 Euro im Jahr. „Und das ist nicht alles“, schimpft Mehdi Schahrki. Jedes Mal wenn die Taxler die Schranke am Airport passieren, müssen sie eine Chipkarte durch einen Automaten ziehen. Die Folge: Pro Fahrt wird ihnen noch mal ein Euro abgebucht. „Das ist irre.“

Bei der Firma Isarfunk sieht man das ganz anders. In einem Info-Blatt wird erklärt, dass eine „Preisanpassung unumgänglich“ sei. Denn: Zum einen wurde die Miete für gewisse Außenflächen und den dazugehörigen Taxi-Aufenthaltsräumen um über 40 Prozent vom Flughafen erhöht. Zudem seien die Kosten fürs Ordnungspersonal stark gestiegen. Insgesamt sei eine Preissteigerung von 35 Prozent zu beobachten. „Daher müssen wir leider die Nutzungsgebühren anpassen.“

Ein Schlag, mit dem sich Mehdi Schahrki und viele seiner Kollegen aber nicht abfinden wollen. Was sie auch ärgert, ist, dass noch ständig Bußgelder gegen sie verhängt werden. Vergisst beispielsweise ein Taxler seinen Fahrerausweis am Armaturenbrett anzubringen, kostet das zwischen 10 und 50 Euro. „Das Ordnungspersonal prüft alles übergenau, um ja noch etwas Geld zu verdienen. Jetzt bleibt uns einfach nichts anderes übrig, als zu streiken.“ Die Hauptforderung der Taxler: Die Schranke muss weg und die Überwachung des Taxigewerbes muss die Genossenschaft oder die Taxivereinigung übernehmen. „Bis dahin rühren wir uns nicht.“ age

Quelle: tz

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