Verhandlung am Amtsgericht

Taxler vor Gericht: Sexuelle Nötigung bei der Heimfahrt?

Ein Taxifahrer ist angeklagt, weil er eine junge Frau in seinem Auto sexuell genötigt haben soll. 

München - Ist er ein perfider Sex-Täter? Oder Opfer einer Übertreibung? Das muss nun das Amtsgericht entscheiden. Dort ist Salih K. wegen sexueller Nötigung mit Gewalt angeklagt. Der Taxler hatte Ende März 2015 eine junge Frau (24) von einer Disco an der Leopoldstraße nach Hause gefahren. Im Auto soll es nachts zu einem Übergriff gekommen sein, was Salih K. bestreitet.

Karin S. erhebt schwere Vorwürfe: „Er lehnte sich zu mir herüber und hat mich erst am Oberschenkel und dann an den Brüsten angefasst. Es war eindeutig eine sexuelle Anmache, bis ich abgeblockt habe.“ Im Zeugenstand erzählt sie ruhig, erinnert sich an etliche Details. Der Taxler aber sagt: „Sie war frustriert von der Feier und erzählte mir, dass sie dort von Männern angemacht worden sei. Plötzlich warf die das dann mir vor. Dabei wollte ich sie nur trösten, als ich ihr auf den Arm geklopft habe.“ So steht Aussage gegen Aussage am Amtsgericht.

Am Tatabend war Karin S. an der Leopoldstraße feiern gewesen. Dort hatte Salih K. – ein Bekannter ihrer Eltern – sie gegen 3 Uhr nachts abgeholt. „Er schrieb mir eine Nachricht. Aber das war nicht abgesprochen gewesen“, sagt Karin S. „Aber da sich die Party aufgelöst hatte, war es für mich in Ordnung.“ Sie habe eingewilligt, noch gemeinsam etwas zu trinken. „Er holte Wein und Raki aus dem Kofferraum.“ Auf einem Parkplatz an der Heßstraße soll es dann zum sexuellen Übergriff gekommen sein. Ein Urteil im Prozess steht noch aus.

Rubriklistenbild: © dpa

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