Polizei warnt

Telefonbetrüger ziehen Rentner über den Tisch

München - Mit einer dreisten Masche brachten Betrüger einen Rentner um mehrere zehntausend Euro. Am Telefon behaupteten sie, dem Mann drohe andernfalls ein Strafverfahren.

Im Juni erreichte den 75-Jährigen ein Anruf einer ihm unbekannten Frau. Sie erklärte dem Mann, es stehe ein Pfändung in Höhe von 20.000 Euro an. Dieser könne er allerdings durch die Zahlung von 5.000 Euro entgehen. Der Rentner kam dieser Forderung nach und überwies den Betrag per Western Union in die Türkei. Noch am gleichen Tag läutete das Telefon erneut: dieses Mal erklärte ihm ein Mann, dass die vorherige Anruferin nicht befugt war, ein solches Angebot zu machen und nun ein Strafverfahren gegen den Rentner laufe. Um dies zu stoppen,müsse er einen Betrag von mehreren Zehntausend Euro bereit halten, die von einem Mitarbeiter in der Wohnung des Mannes abgeholt würden. Auch diese Forderung erfüllte der Mann. Allerdings regten sich bei ihm Zweifel und er erstatte anschließend Strafanzeige bei der Polizei.

Wie aus dem Polizeibericht hervorgeht, wurde fünf Tage später eine erneute Zahlungsforderung an den Rentner gestellt. Bei der Geldübergabe konnten die Beamten einen 35-Jährigen festnehmen. Der Mann lieferte in seiner Vernehmung dann die Hinweise auf den Auftraggeber, der im September verhaftete werden konnte.

Die Polizei warnt vor derartigen Betrugsmaschen. In solchen Fällen werden meist alleinstehende, ältere Menschen am Telefon von vermeintlichen Notaren oder Gewinnzentralen aufgefordert, Geld zu bezahlen, zum Beispiel als Gebühr, um den Gewinn einer Lotterie ausbezahlt zu bekommen. Die Betrüger gehen meistens sehr geschickt und einfallsreich vor.

Rubriklistenbild: © dpa

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