Tausende Kunden ohne Internet: Unternehmen will nichts zahlen

Telekom-Chaos: CSU fordert Entschädigung

Computer und Internet gehören inzwischen zum Alltag.
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Computer und Internet gehören inzwischen zum Alltag.

München - Internet-Chaos ohne Ende! Nach tausenden Privatkunden kamen bis Mittwoch auch zahlreiche Geschäftskunden der Telekom weiterhin nicht ins World Wide Web. Jetzt fordert die CSU: Dafür soll die Telekom bezahlen.

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Störungen im Internet

Bereits Dienstagmorgen hatte die Technik versagt. Ein Kurzschluss in der Vermittlungsstelle legte das DSL in München und weiten Teilen des Umlandes lahm. „Der Schaden war größer als gedacht“, sagt Telekom-Sprecher Udo Harbers. So seien am Mittwoch vor allem die Geschäftskunden betroffen gewesen. „Die haben meist eine Standleitung, die sich nur schwer umleiten lässt.“ Privatkunden, bei denen das DSL immer noch nicht funktioniert, empfahl der Telekom-Sprecher, ihren Internet-Router neu zu starten. „Der synchronisiert sich nach einer Störung häufig nicht automatisch.“

Während die Telekom noch versucht, die Schäden zu beheben, fordert der Münchner CSU-Bundestagsabgeordnete Herbert Frankenhauser eine Entschädigung. „Neben den Unannehmlichkeiten entstehen durch die Panne auch häufig Mehrkosten, wenn sich die Betroffenen als Notlösung über ISDN-Karte oder Modem ins Internet einwählen müssen.“ Deshalb habe der Politiker eine Gutschrift für die betroffenen Kunden vom Telekom-Vorstand gefordert.

Dies hält die Telekom nicht für nötig: Eine Entschädigung ist laut Harbers nicht vorgesehen. „Die auf Teile Münchens beschränkte Störung ist eine andere Dimension gewesen als beim bundesweiten Ausfall des Handynetzes. Die Kunden waren mittags wieder online.“ Sicher sei die Situation für einige Geschäftsinhaber dramatisch gewesen, „aber für die bietet die Telekom eigentlich spezielle Verträge, die eine besonders schnelle Reperatur garantieren und auch einen möglichen Schadensersatz regeln“.

D. Millgramm

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