Temperatur-Rakete in München!

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In München spielen die Temperaturen in den nächsten Tagen verrückt.

München - Dieser Böller zündet nicht an Silvester, sondern über Dreikönig: Eine Temperatur-Rakete startet über der Stadt!

 Das Wetter katapultiert uns aus dem Eiskeller in frühlingshafte Höhen – rund 17 Grad soll der Unterschied in 48 Stunden betragen. Da ächzen Wetterfühlige, und in den Flüssen steigen dank des Regens die Pegel.

Heute geht es erstmal abwärts: Bis zum Morgen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor strengem Frost mit Temperaturen von minus 10 bis 15 Grad in Stadt und Landkreis. So eisig soll es bis morgen bleiben. Dann gibt’s Zunder, ein Feuerwerk steht bevor! „Aus Westen schaffen nach fast sechs Wochen Dauerwinter atlantische Tiefdruckgebiete den Vorstoß“, erklärt Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net.

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Das Tief soll Benjamin heißen. Von Mittwochmorgen mit vorhergesagten minimalen minus 8 Grad schießt die Rakete dann auf maximale plus 9 Grad bis Freitagmittag. Das sagt zumindest der Internet-Dienst wetter.com für München voraus, andere Anbieter sehen den Anstieg in einer vergleichbaren Dimension. Das langjährige Mittel liegt im Januar bei minus 0,5 Grad! Da schmelzen Schneedecken und Eisberge schnell, dazu soll es vor allem am Freitag ordentlich regnen. „Da kommen Wassermengen zusammen, die örtlich einer doppelten Monatsmenge entsprechen – und das innerhalb von zwei bis drei Tagen“, sagt Jung. „Daher ist zu befürchten, dass sich verbreitet eine kritische Hochwasserlage einstellt.“

Am Wochenende brennt die Temperatur-Rakete aus und stürzt fast genau so schnell wieder ab. „Aus Norden strömt erneut eisige Polarluft heran und drückt die Tageswerte unter den Gefrierpunkt“, sagt Dominik Jung. Schon am Dienstag sollen die Temperaturen laut Trend wieder bei minus 2 bis minus 9 Grad liegen!

DAC

 

Wetterumschwung: Das rät der Klima-Prof

So eine Temperatur-Explosion trifft vor allem Menschen, die ohnehin leiden, sagt Prof. Jürgen Kleinschmidt vom Institut für Gesundheits- und Reha-Wissenschaften der LMU. „Wer schon Probleme hat, bekommt noch ein paar mehr.“

 Bei einem Wetterumschwung müsse sich der Körper regulieren, der unbewusste Vorgang kann gestört sein – etwa durch Krankheiten. Jeder zweite Deutsche hält sich für wetterfühlig, ergab eine LMU-Studie. Ein rasanter Anstieg der Celsius-Grade treffe Menschen mit niedrigem Blutdruck – also eher Frauen, sagt der Professor. Weil sich die Adern weiter dehnen, kann es zu Schwindel und Kopfschmerzen kommen. Hier helfe viel Trinken und salzhaltig Essen, weil das den Blutdruck stütze.

Ganz schlimm Leidende sollten am besten zu Hause bleiben. Grundsätzlich helfe nur das Abhärten – Sauna, Kneipp-Güsse, Wechselduschen. Ein Temperatur-Sturz könne dagegen eher für Menschen mit Bluthochdruck gefährlich werden.

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