Tempo 40! Schleichverkehr auf dem Ring

München - Nach den beiden Unfällen vom Sonntag treten Stadt und Polizei am Mittleren Ring auf die Bremse: An verschiedenen Stellen wurde jetzt Tempo 30 bzw. 40 eingeführt.

Seit Sonntag drosselte die Polizei die Autos an der Ifflandstraße auf Tempo 30, immerhin gilt seit gestern Tempo 40 – wo vor zwei Wochen noch Tempo 60 möglich war. 

Schleichverkehr auf dem Ring! Damit steigt auch die Blitzer-Gefahr für Bleifüße … Eigentlich soll die Neuregelung von Weitem erkennbar sein. So hatte es die Stadt angekündigt: Rund 200 Meter vor der Stelle steht das erste große Schild, 100 Meter davor ein weiteres, direkt davor ist die Linie zwischen beiden Fahrbahnen durchgezogen. Überholen verboten! Erst danach folgt eine Betonwand, welche den Mittleren Ring Richtung Autobahn in zwei feste Kanäle trennt – die linke Spur hat Dauergrün, auf der rechten Spur zeigt die Ampel manchmal Rot, um den Verkehr aus der Ifflandstraße am Englischen Garten einfädeln zu lassen.

Damit will die Stadt seit einer Woche die Staufalle entschärfen. Dennoch haben es am Sonntag zwei Autofahrer geschafft, ihre Wagen auf die Betonwand zu setzen. Der Volvo eines 75-jährigen Münchners überschlug sich sogar! Zum Glück wurde kein Mensch bei den Unfällen verletzt.

Als Sofortmaßnahme legte die Polizei Tempo 30 fest. Die Stelle sei eigentlich „unproblematisch“, sagte Damian Kania, Sprecher der Polizei. Die Unfälle würden noch genau untersucht. Gestern korrigierten Stadt und Polizei nach einer Ortsbesichtigung das Limit:

Ab sofort auf Tempo 40 gedrosselt – aber schon 100 Meter vor der Fahrbahntrennung, die nun zusätzlich durch kleine, weiche Warnfähnchen auf der Mittellinie eingeleitet wird, sagte KVR-Sprecherin Daniela Schlegel.

Vorsicht: Wer trotz grüner Ampel vor Augen sein Auto nicht bremst, riskiert einen Strafzettel! Denn die Polizei hat die Stelle schon zuvor in ihr Blitzer-Programm aufgenommen.

DAC

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