Terrier auf Abwegen

Poldis Odyssee in der S-Bahn

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Kleines Bild: Ausreißer Poldi. Großes Bild: Der S-Bahnsteig am Hauptbahnhof: Hier begann Poldis Odyssee, als sein Frauchen ausstieg. Die Türen gingen zu schnell zu. Poldi fuhr alleine weiter.

München - Terrier Poldi wurde beim S-Bahn-Fahren durch sich schließende Türen von seinem Frauchen getrennt. Es begann eine Odyssee, bei der der kleine Hund zahlreiche Herzen stahl.

Am Ende dieses denkwürdigen Tages lagen ihm gleich zwei Frauen und die Mannschaft der Bundespolizei am Hauptbahnhof zu Füßen. Wie macht der Poldi das nur, der kleine Herzensdieb?

Die Odyssee des unternehmungslustigen Westhighland-Terriers Poldi begann am Montag, als sein Frauchen um 16 Uhr aus der S7 am Hauptbahnhof ausstieg. Poldi aber verpasste den Anschluss. Die Tür ging zu, der Zug fuhr ab – und Poldi fuhr alleine weiter. Sein Jammern rührte das Herz einer freundlichen Dame (50) aus Sendling, die beschloss, den kleinen weißen Hund nicht sich selbst zu überlassen. Mangels Leine stiftete eine weitere Dame selbstlos ihren Gürtel. In diesem Aufzug folgte Poldi seiner Retterin zur Bundespolizei am Hauptbahnhof, wo der kleine weiße Sympathieträger sogleich mit offenen Armen empfangen wurde. Schweren Herzens ließ die 50-Jährige den Kleinen dort zurück. Nachdem niemand den Hund vermisst gemeldet hatte, landete Poldi abends im Tierheim – nicht ohne sich vorher die Hälfte der nächtlichen Futterration eines Polizeihundes einverleibt zu haben. Anhand des Chips unter seiner Haut wurde der Ausreißer dann doch noch identifiziert. Am Dienstag war er wieder daheim.

Dorita Plange

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