Terror-Prozess gegen acht Angeklagte

München - Acht mutmaßliche Islamisten müssen sich von April an vor dem Oberlandesgericht München verantworten. Ihnen wird unter anderem die Unterstützung von Al-Kaida vorgeworfen.

Den Angeklagten werde die Unterstützung terroristischer Vereinigungen im Ausland - darunter Al-Kaida und Ansar al-Islam - vorgeworfen, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Außerdem müssen sich die sieben Männer und eine Frau - allesamt in Deutschland geboren - wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verantworten. Für den Prozess vor dem Staatsschutzsenat sind vom 12. April bis 19. Mai zunächst 18 Verhandlungstage angesetzt.

Die Angeklagten sollen über die vor allem im Internet agierende deutsche Sektion der “Globalen Islamischen Medienfront“ die Dschihad-Bewegung im Internet unterstützt haben. Gründung und Organisation der Medienfront gingen im Wesentlichen auf einen 2008 in Österreich verurteilten Mann zurück. Die acht Münchner Angeklagten, von denen zur Tatzeit zwei Jugendliche und drei Heranwachsende waren, sollen nach Angaben der Bundesanwaltschaft von August 2006 bis März 2008 Propagandamaterial verschiedener Organisationen verbreitet und zum Teil auch versucht haben, Mitglieder für Al-Kaida zu werben.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Oktober 2010 Anklage erhoben. Nach damaligen Angaben sollen alle Angeklagten mit einer Ausnahme die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Einer von ihnen wollte sich laut Bundesanwaltschaft in einem Ausbildungslager von Al-Kaida ausbilden lassen. Dafür sei er 2007 nach Teheran gereist. Ein Schlepper sollte ihn von dort in ein Ausbildungslager bringen, so die Anklage. Als der Kontakt mit dem Schlepper jedoch nicht zustande kam, sei er nach wenigen Tagen unverrichteter Dinge wieder nach Deutschland gereist.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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