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Solidarität für die Freiheit

Wie die Münchner auf den Terror reagieren

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Die Familien von Isaure und Laurent Decros leben in Paris.  

München - München trauert nach den Anschlägen in Paris. Am Sonntag legten viele Menschen vor dem französischen Generalkonsulat Blumen nieder und entzündeten Kerzen - unter ihnen viele Münchner Franzosen.

Auch in München ist die Anteilnahme groß. Vor dem Französischen Generalkonsulat in der Heimeranstraße legten viele Menschen Blumen nieder und entzündeten Kerzen. Die Menschen unserer Stadt zeigen viel Mitgefühl, senden jedoch auch eine deutliche Botschaft aus: Wir lassen uns vom Terrorwahnsinn keine Angst machen und werden unser Leben nach den freiheitlichen Grundideen weiterleben.

Wir haben Freunde und Familie in Paris

"Wir wollen unser Land unterstützen, deswegen sind wir zum Generalkonsulat gekommen. Meine Frau und ich haben Familie und Freunde in Paris. Ihr Bruder hat die ganze Terrornacht in einem Restaurant verbringen müssen. Das Schlimme: So etwas kann überall passieren." 

Nicolas D. (34) aus Paris, lebt in München

Unvorstellbar, was passiert ist

"Ich bin sehr erschrocken. Es ist unvorstellbar, was passiert ist. Ich stamme ursprünglich aus Paris und fühle mich sehr mit den Menschen dort verbunden. Meine Verwandten leben zum Glück nicht mehr in der Stadt." 

Michel Dupuis (64), Sternekoch des Restaurant N° 15 in Schwabing

In Gedanken bei den Verletzten

Mich erinnert das Attentat an den Oktoberfest-Anschlag. Ich denke vor allem an die Verletzten in Frankreich und an ihr Leid. Die Politiker sagen immer, wie müssen weiterleben. Aber für die Opfer ist das nicht so einfach. Dass ich heute meine Baskenmütze trage, ist aber ein zufälliges Symbol.

Heidemarie-Viktoria Fischer (72), Realschullehrerin im Ruhestand, München

Wir bleiben unserer Heimat treu 

Die Familien von Isaure und Laurent Decros leben in Paris.  

Die Terroristen haben Menschen in Bars und Restaurants erschossen. Das zeigt, dass es uns alle an jedem Ort und zu jeder Zeit in Europa treffen könnte. Das ist alles schrecklich. Wir sind besonders betroffen, weil unsere Familien in Paris leben. Wir zwei selbst wohnen seit fast zehn Jahren in Deutschland, sind aber unserer ursprünglichen Heimat sehr verbunden. Auch in Zukunft werden wir trotz der Anschläge regelmäßig nach Frankreich fahren – Paris ist von München aus zum Glück sehr gut und auch schnell zu erreichen. Isaure (33) und Laurent (35) Decros, Ingenieure, München

Münchner müssen Gesicht zeigen

Ich möchte heute meine Solidarität mit Frankreich ausdrücken. Deswegen bin ich extra aus Erding zum Generalkonsulat gefahren. Ich hatte gehört, dass in Berlin viele Leute bei der Französischen Botschaft sind. 

Da müssen auch wir Münchner Gesicht zeigen. Die Anschläge haben ein gewisses Angstgefühl in mir ausgelöst. Denn die Terroristen fürchten den eigenen Tod nicht. Sie sprengen sich einfach in die Luft. Das macht sie so unberechenbar und gefährlich. 

Martin Widl (62), Bankkaufmann aus Erding

Sorge um Bekannte in Paris 

Die Anschläge sind brutal – und machen uns eine wahnsinnige Angst. Wir haben in unserem Leben schon viel erlebt, aber das ist besonders schlimm.

Heute ist es Frankreich, morgen Deutschland. Mein Mann hat früher oft in Frankreich gearbeitet und ich habe Französischunterricht am Institut français in München genommen. Dadurch haben wir viele französische Freunde. Eine Bekannte davon kann ihre Schwester in Paris nicht erreichen. Sie weiß nicht, ob ihr etwas passiert ist – das ist schrecklich! 

Roswitha Schmidt (73) mit ihrem Mann Dietmar (82), Rentner aus Nymphenburg 

Die aktuellen Entwicklungen vom Sonntag finden Sie im News-Ticker zum Terror in Paris.

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