Verriet er einem Schüler die Aufgaben?

Abi-Affäre: Anklage gegen Schulleiter erhoben

München - Mehr als eineinhalb Jahre ist es her, dass die sogenannte Abi-Affäre des Thomas-Mann-Gymnasiums in Forstenried für Schlagzeilen sorgte. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Über eineinhalb Jahre ist es her, dass die sogenannte Abi-Affäre für Schlagzeilen sorgte. Der damalige Schulleiter des Thomas-Mann-Gymnasiums in Forstenried geriet in den Verdacht, einem Schüler beim Musik-Abitur geholfen zu haben. Wie der Münchner Merkur berichtet, hat jetzt die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Laut Behörden-Sprecher Peter Preuß bestehe der Verdacht der Verletzung des Dienstgeheimnisses. Jörg L. soll die Kuverts mit den Abitur-Prüfungsaufgaben geöffnet haben. Das Problem bei den Ermittlungen: Offenbar existieren unterschiedliche Darstellungen, ob zu jeder Zeit der Oberstufenkoordinator anwesend war – so wie es vorgeschrieben gewesen ist. In den geöffneten Briefumschlägen sollen sich sowohl Aufgaben als auch Lösungen im Fach Musik befunden haben. Die Lösungen soll der Schulleiter vor dem schriftlichen Abitur an einen Schüler weitergereicht haben. Die Staatsanwaltschaft hatte dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären sollte, ob der Schüler im schriftlichen Musik-Abitur Unterschleif begangen hat.

Schulleiter und Schüler hatten die Vorwürfe stets vehement bestritten. Das Disziplinarverfahren, das die Stadt eingeleitet hat, liegt auf Eis, solange das Strafverfahren nicht abgeschlossen ist.

Rubriklistenbild: © Reinhard Kurzendörfer

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