"Es ist noch mehr zu tun"

Asyl: Kapazitäten in Sendling nicht ausreichend

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Die Erstaufnahme-Einrichtung in der Baierbrunner Straße.

München - „Es ist viel geschehen, aber es ist noch mehr zu tun.“ Dieses Resümee zog am Mittwoch Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission München, bei der Jahrespressekonferenz des Diakonie-Unternehmens für das vergangene Jahr.

Mit dem Schwenk in der bayerischen Flüchtlingspolitik habe sich im Bereich der Flüchtlingsbetreuung einiges getan. Nach der Bewältigung der akuten Krisensituation müsse die bayerische Staatsregierung jetzt klare planerische Vorgaben für die Flüchtlingsbetreuung geben. Dazu gehöre unter anderem, dass sich der Freistaat baldmöglichst um eine Immobilie für eine dauerhafte Erstaufnahme-Einrichtung in München kümmert, da das Gelände der Bayern-Kaserne spätestens 2017 mit Wohnungen bebaut wird.

Die Kapazitäten in der derzeitigen Erstaufnahme-Einrichtung in der Baierbrunner Straße seinen nicht ausreichend. Hier findet die erste Registrierung und medizinische Untersuchung statt. Das Haus sei für 170 Flüchtlinge am Tag ausgelegt. „Obwohl es Winter ist, kommen jeden Tag dort 200 Neuankömmlinge an.“ Vor allem vom Balkan kämen viele Menschen, die nur den Winter in München verbringen wollten. Bauer: „Es kann nicht sein, dass die ins Asylverfahren gehen.“ Man müsse andere Lösungen finden für diese Armutsflüchtlinge. Außerdem fordert Bauer, mehr Kontingente für Flüchtlinge zu bilden, damit man etwa Kriegsflüchtlinge aus Syrien nicht mehr durch das Asylverfahren bringen müsse. „Man sollte auch Menschen, die in Afghanistan mit den westlichen Staaten zusammen gearbeitet haben, ohne Asylverfahren aufnehmen.“

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