Freud und Leid im Tierpark Hellabrunn

Christbaum für die Eisbären - Giraffenbaby tot

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Nobby und Nela beschnuppern mit Mama Giovanna ihren ersten Christbaum.

München - Neugierige Blicke und Geschnupper im Eisbären-Gehege, ein paar Schritte weiter ein kurz nach der Geburt verstorbenes Giraffenbaby: Auch an Weihnachten macht die Natur nicht Halt vor Freud und Leid, Gehen und Vergehen.

Mama Kabonga (hinten) und einem ihrer Kinder.

Am Dienstagmorgen um etwa 7 Uhr verstarb kurz nach der Geburt ein Giraffenbaby. Es war das zwölfte Tier, das Mutter Kabonga (21) mit ihrem Partner Togo (23) gezeugt hatte – davon haben zehn überlebt, eine Totgeburt gab es im Jahr 2009. Man darf Tiere nicht vermenschlichen – daher sollte es nicht irritieren, dass die Giraffendame Kabonga keinerlei Trauer zeigt, sich ganz normal verhält: „Wenn die Natur das so vorbestimmt, dann können Tiere damit umgehen“, sagt Verena Wiemann von der Pressestelle.

Eine pathologische Untersuchung soll klären, warum das Tier lebensschwach war. Das könne aber bis zu zwei Wochen dauern, so der Zoo. Fest steht: Während der Geburt bleiben die meisten Tiere allein, das entscheidet jeder Zoodirektor selbst. So auch die Giraffen, dazu natürlich sämtliche Raubtiere.

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Apropos Raubtiere: Bei den Eisbären haben Nela und Nob­by mit mehr oder weniger heiligem Erstaunen ihren ersten Christbaum begutachtet – bei ihrer Geburt am 9. Dezember 2013 waren sie noch zu klein. Auch Mama Giovanna kann ihre Neugier nicht verhehlen. Doppelt fein, weil er mit Leckereien behängt war: Brezn, Esspapier, Makrelen & Co. sorgten für bäriges Vergnügen. Übrigens: Um dem Baum etwas Gutes zu tun, warfen ihn Nela und Nobby gleich mal ins Wasser. So gehört sich’s für einen Eisbärenbaum.

M.B.

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