Hinter "Schmusegitter"

Video: Eisbärbabys treffen zum ersten Mal ihren Vater

München - Am Freitag durften die Eisbärbabys Nobby und Nela zum ersten Mal ihren Vater treffen - allerdings nur durch eine Sicherheitsscheibe hindurch.

Gar nicht mehr so klein sind die Eisbärbabys Nobby und Nela mittlerweile. Auf den ersten Blick ist nicht direkt klar, wer hier Mama und wer hier Nachwuchs ist. Auf den zweiten Blick halten sich die elf Monate alten Zwillinge aber noch etwas schüchtern hinter ihrer Mutter Giovanna auf.

Wer auf der anderen Seite des so genannten Schmusegitters in Hellabrunn steht, ist aber sicher: Papa Yoghi (14). Er durfte seinen weißen Nachwuchs am Freitag zum ersten Mal sehen - und die beiden Babys begegneten zum ersten Mal ihrem Papa.

Seit einiger Zeit toben und tollen die Zwillinge bereits im Freien. Hinter dem Schmusegitter gab es nun eine erste zaghafte Familienzusammenführung. Dabei ist wichtig, wie sich Mama Giovanna verhält - von ihr wird abhängig gemacht, ob sich Papa und Babys irgendwann auch tatsächlich gegenüberstehen werden.

Erstes Treffen verläuft harmonisch

Papa Yoghi lebt seit etwa einem Monat wieder in Hellabrunn - zuvor war er in Stuttgart untergebracht. Eisbärmütter lassen die Väter normalerweise nicht zu den Jungtieren. Wie der Tierpark auf seiner Homepage mitteilt, gelten Yoghi und Giovanna aber als harmonisches Paar. Der Vater ließ sich dann auch schnell anlocken und zwar durhc seine Leibspeise getrocknete Datteln. Die eigentliche Begegnung verläuft dann auch recht harmonisch - für Eisbärverhältnisse.

Zoodirektor Rasem Baban sagt dazu: "Wir sind schon davon ausgegangen, dass Yoghi ruhig und entspannt bleibt, wenn er Giovanna am Kontaktgitter begegnet. Fraglich war eher, wie unsere Eisbärendame reagiert. In der Natur lässt eine Eisbärenmutter kein Männchen in die Nähe ihres Nachwuchses. Doch Giovanna kennt Yoghi gut, hat Vertrauen zu ihm. Und mit ihrem recht freundlichen Verhalten ihm gegenüber hat sie uns heute demonstriert, dass eine Familienzusammenführung nicht ausgeschlossen ist."

Papa und Nachwuchs werden sich öfter sehen

Ab jetzt werden Yoghi, Giovanna, Nela und Nobby mehrmals täglich die Möglichkeit erhalten, sich am Kontaktgitter zu treffen. Je nachdem, wie sich diese Treffen entwickeln, könnte es eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Familienzusammenführung kommen.

Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, freut sich als großer Fan der Hellabrunner Eisbären über die Rückkehr des Familienoberhauptes und das erste Zusammentreffen mit dem Rest seiner Familie: "Es ist schön zu sehen, dass Yoghi gesund und wohlbehalten wieder zurück in Hellabrunn ist. Hier sind seine Heimat und seine Familie. Und vielleicht klappt es ja sogar, dass Yoghi die kleinen Bärchen hautnah kennen lernt."

Ihre Namen haben die Bärenzwillinge übrigens von Tierpaten bekommen.

pak

Rubriklistenbild: © Novotny

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