Er schlug öfter zu

Polizei schnappt Bahnsteig-Exhibitionisten

München - Einem Exhibitionisten, der in Solln, Pullach und Baierbrunn sein Unwesen getrieben hat, ist die Polizei auf die Schliche gekommen. Er hatte vier Mal zugeschlagen - und dabei ein Opfer zwei Mal erwischt.

Vier Mal schlug der Exhibitionist zwischen September 2013 und Februar 2014 im Bereich Baierbrunn, Pullach und Solln zu. Doch nun wurde dem Mann das Handwerk gelegt: Die Polizei hat nach intensiven Ermittlungen einen 31-Jährigen geschnappt und vorläufig festgenommen.

Die erste Tat ereignete sich im September 2013. Gegen 10.50 Uhr stand eine 16 Jahre alte Schülerin alleine am S-Bahnsteig in Solln. Sie wollte mit dem Zug stadtauswärts fahren. Auf dem Bahnsteig stadteinwärts trieb sich der Mann am Treppenaufgang herum. Er öffnete seinen Hosenschlitz, nahm Blickkontakt mit dem Mädchen auf und spielte dann an seinem Geschlechtsteil herum. Die Schülerin griff zum Handy und alarmierte die Polizei. Daraufhin flüchtete der Täter.

Fall zwei spielte sich am 10. Januar gegen 16.30 Uhr am S-Bahnhof Pullach ab. Hier wartete eine 15-Jährige auf den Zug, als sich plötzlich ein Mann neben sie stellte, seinen Mantel öffnete und sich selbst befriedigte. Als der Zug kam, stieg die Schülerin ein - der Mann folgte ihr. Auch, als sie die S-Bahn in Buchenhain verließ, heftete sich der Mann an ihre Fersen. Später flüchtete er.

Mitte Januar schlug der Exhibitionist dann zum dritten Mal zu. Gegen 22.30 Uhr trat er am Bahnhof Buchenhain einer 57-Jährigen gegenüber und onanierte vor der Vietnamesin. Dieser Fall wurde aber erst später im Rahmen der Ermittlungen bekannt.

Der letzte bekanntgewordene Vorfall dann am Dienstag, 4. Februar: Das Opfer: Die 16-Jährige, die bereits im September dem Exhibitionisten gegenüber stand. Dieses Mal traf sie am Bahnhof Baierbrunn auf den Mann. Wieder nahm er Blickkontakt mit der Schülerin auf, fummelte an sich herum und verschwand dann mit der nächsten S-Bahn.

Doch der Täter hatte offenbar die Kameras am Bahnsteig nicht auf der Rechnung. Anhand derer konnten Aufzeichnungen gesichert werden. Außerdem traf die 16-Jährige den Täter am 10. Februar wieder und gab der Polizei den Hinweis, dass er sich offenbar öfter gegen 16 Uhr am Gleis in Buchenhain aufhalte.

Am 20. Februar dann der Erfolg: Den Beamten fiel in der Wolfratshauser Straße ein Mann auf, der dem der Kameraufzeichnungen stark ähnelte.

Damit konfrontiert, bestätigte der Rumäne, dass er sich zu den Tatzeiten an den Bahnhöfen Buchenhain und Baierbrunn aufgehalten habe. Er stritt allerdings ab, jemals an den Gleisen in Solln und Pullach gewesen zu sein. Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen, nach polizeilichen Maßnahmen aber wieder laufen gelassen.

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