Polizei fasst Feuerteufel

Feuerwehrmann gesteht zehn Brandstiftungen

+
Am 15. Dezember 2013 fackelte der Feuerteuel sogar sein eigenes Auto ab.

München - Eigentlich sollte er ja Brände löschen. Doch ein Feuerwehrmann aus Forstenried entpuppte sich nun als wahrer Feuerteufel. Insgesamt zehnmal legte er Feuer.

Ein Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Forstenried hat gestanden, für zehn Brandstiftungen verantwortlich zu sein. Neun Fälle ereigneten sich im vergangenen Jahr, ein weiterer liegt zehn Jahre zurück.

In den meisten Fällen setzte der 27-Jährige Altpapier- und Wertstoffcontainer in Brand, einmal zündete er eine Kellertür in einem Mehrfamilienhaus an. Menschen kamen bei den Bränden nicht zu Schaden, wie die Münchner Polizei am Donnerstag mitteilte.

Bei keiner der Löscharbeiten bei den von ihm gelegten Bränden war der Mann selbst beteiligt. Er konnte überführt werden, weil er als Zeuge bei einem von ihm verursachten Altpapiercontainer-Brand in Forstenried offensichtlich falsche Aussagen machte. Laut Polizei richtete der 27-Jährigen insgesamt einen Schaden von über 100.000 Euro an.

Nach seinem Geständnis wurde der Mann  sofort vom Dienst bei der freiwilligen Feuerwehr ausgeschlossen und befindet sich nun in therapeutischer Behandlung. Er war seit 2001 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Forstenried und hat die Jahre über verschiedene Aus- und Fortbildungen absolviert. Den Großteil seiner Dienstzeit arbeitete er als Fahrer und Maschinist – stets ohne Führungsfunktion. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Forstenried, sind schockiert über die Taten: „Wir sind alle fassungslos und hätten ihm diese Taten niemals zugetraut.“ In seiner Abteilung galt der Mann als sehr höflich, hilfsbereit, zuvorkommend und unauffällig.

mm

Auch interessant

Meistgelesen

Kommentare