Siemensparkplatz an der Gmunder Straße

Pool, Open-Air-Kino & mehr: „FreiraumZeit“ geht in die zweite Runde

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Beispiel für Zwischennutzung: Dieser Pool stand im vergangenen Sommer auf dem ehemaligen Siemensparkplatz an der Gmunder Straße in Obersendling. 

Ein Pool und ein Open-Air-Kino auf einem ehemaligen Parkplatz – wo gibt’s denn so etwas? Wie schon im vergangenen Jahr finden auch diesen Sommer die „FreiraumSchichten“ auf dem Siemensparkplatz an der Gmunder Straße statt.

München - Von Anfang Juni bis Ende Juli wird es wieder Konzerte, ein Open-Air-Kino und Kochevents geben. „Es soll ein sozialer und kultureller Begegnungsort in Obersendling werden“, erklärt Kerstin Langer vom Planungsreferat. Der Bezirksausschuss Thalkirchen-Obersendling-Fürstenried-Forstenried-Solln (BA19) unterstützt das Projekt.

Die Aktionen in der Gmunder Straße sind Teil des großen „FreiraumZeit“-Projekts der Stadt. Hierbei geht es darum, Räume, Orte und Plätze im Stadtgebiet für Freizeit und Naherholung zu schaffen oder zu erhalten. In einer groß angelegten Studie, die den Namen „Freiraum München 2030“ trägt, wurden Konzepte und Projekte entwickelt, die genau solche Raumnutzungen beinhalten. Mit der Öffentlichkeitsphase FreiraumZeit haben die Stadt und das Referat für Stadtentwicklung bereits im vergangenen Jahr ein Großprojekt geschaffen, in dem die Bürger aktiv die Freiräume mitgestalten und eigene Vorschläge einbringen konnten. So gab es über den Projektzeitraum hinweg unzählige Angebote, von der Stadtführung über die Schnitzeljagd bis hin zum Garten in einer Parkbucht.

Die gesonderten „FreiraumSchichten“ in Obersendling waren 2017 ein voller Erfolg – und zugleich ausgesprochen wichtig für die Projektplaner. Deshalb wird es in diesem Jahr eine Neuauflage geben: „Obersendling ist für uns ein wichtiger Pilotversuch, an dem wir vieles testen können“, sagt Langer. Bei „FreiraumSchichten“ geht es darum, die zukünftige Zwischennutzung von öffentlichen, aber auch privaten Flächen zu erproben. Das Prinzip dahinter ist simpel: Ein Haus wird abgerissen und ein Grundstück soll neu bebaut werden. Zwischen Abriss und Neubau bleibt die Fläche oft Wochen oder sogar Monate lang ungenutzt. In dieser Zeit könnte der Eigentümer die Fläche der Nachbarschaft zur kommerzfreien Nutzung zur Verfügung stellen. So kann der Freiraum sinnvoll genutzt werden.

Eine Chance für die Bewohner – gerade in Vierteln wie Obersendling, die durch hohen Zuzug gerade im Wandel sind. „Es gibt dort einige Vereine und Aktive, öffentliche Räume der Begegnung sind aber erst im Entstehen“, erklärt Langer. Die Zwischennutzung von öffentlichen oder privaten Flächen könnte in Obersendling helfen. Ziel ist es aber auch, solche Pilotprojekte im Anschluss auf andere Viertel zu übertragen.

Andrea Lindner

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Sendling – mein Viertel“.

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