Pläne bewilligt

Strikte Trennung: So soll der neue Flaucher aussehen

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Der bayerische Ballermann: Partyzone Flaucher.

München - Am Flaucher soll es künftig eine striktere Trennung zwischen dem Nord- und Südteil geben. Die tz erklärt den Teilungsplan, den der Bauausschuss der Landeshauptstadt bewilligt hat.

Während es für die eine Naturoase der Stadt – dem Englischen Garten – konkrete Wiedervereinigungspläne gibt, soll es beim anderen – dem Flaucher – künftig eine striktere Trennung zwischen dem Nord- und Südteil geben. Die tz erklärt den Teilungsplan, den am Montag der Bauausschuss der Landeshauptstadt einstimmig bewilligt hat.

Was sich aber jetzt so drastisch anhört, soll in Zukunft das für Mensch und Natur so wichtige Naturidyll lediglich ein bisschen besser kanalisieren. Übergeordnetes Ziel ist es demnach, die 175 Jahre alte Anlage in eine „intensiv genutzte Zone im Süden und in einen nur extensiv zu nutzenden Bereich im Norden“ zu gliedern. Will heißen: Dort, wo schon jetzt die Griller, Badegäste, Sonnenanbeter und das Partyvolk toben, soll dies künftig auch so bleiben und um ein paar Dinge wie einen neuen Spielplatz sogar verbessert werden.

Flussabwärts soll es künftig noch ruhiger zugehen. Hier soll der Schwerpunkt noch mehr auf Natur- und Artenschutz gelegt werden. Hier gehen quasi Fledermäuse vor (menschliche) Wasserratten …

Offiziell heißt das ganze Projekt „Parkpflegewerk für die Flaucheranlagen“. Noch umfasst dies 200 Seiten und elf Pläne. Doch die Stoßrichtung ist bereits deutlich zu erkennen. Jetzt geht es an die Umsetzung – und die soll nicht von oben herab passieren. Neben den Naturschutzverbänden sollen auch die Bürgerinnen und Bürger (etwa über den Bezirksausschuss) in den Planungsprozess und die Realisierung eng eingebunden werden.

Die SPD im Stadtrat steht voll hinter dem Projekt, Fraktionschef Alexander Reissl stellt aber auch klar: „Der Flaucher ist die liebste Freizeitoase der Münchner – und soll es auch bleiben.“ Naturschutz und Naherholung dürften hier nicht gegeneinander ausgespielt werden. Und Pressesprecherin Julia Lenders ergänzt auf tz-Nachfrage: „Das wird keine strenge Grenze sein. Und natürlich ist und bleibt auch der Norden – wie schon jetzt – frei zugänglich.“ Es gehe hier darum, Mensch und Natur bestmöglich in Einklang zu bringen.

Isarblicke

Im Norden der Flaucher-Anlage soll das historische Wegenetz erhalten und ein Idyll für Spaziergänger bleiben. Meherere verwachsene Ausblicksstellen zur Isar sollen wiederhergestellt werden.

Freie Fahrt

Auf Höhe der Brudermühlstraße wird eine zweite Unterführung angeregt, die Fußgängern, Joggern und Radfahren die Über- bzw. Unterquerung des Mittleren Rings erleichtert.

Biergarten

Der Biergarten zählt zu den Attraktionen am Flaucher – und daran soll sich natürlich auch künftig nichts ändern. Er gehört zum Areal wie die Isar selbst.

Spielplatz

Im Nordteil des Flauchers gibt es einen Spielplatz – und der soll verlegt werden. Das Paradies für Kinder könnte auf dem Areal der ehemaligen städtischen Baumschule entstehen.

Isarstrand

Jeder, der an einem heißen Sommer-Wochenende schon am Flaucher war, der weiß: Mehr Party geht nicht! Die Kiesinseln bleiben der Ballermann Münchens!

DOS

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