Trauer im Tierpark Hellabrunn

Giraffe Togo: Tod aus Liebeskummer?

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Der sanfte Giraffenbulle Togo.

München - Vor gerade mal elf Tagen ist seine Partnerin Kabonga (22) eingeschläfert worden – jetzt ist auch der Hellabrunner Giraffenbulle Togo (23) gestorben. Die Trauer um seine Gefährtin könnte beim Tod eine Rolle gespielt haben.

Pfleger fanden die Giraffe Togo am Dienstagmorgen leblos im Stall der Giraffensavanne. Die sofort hinzugezogenen Tierärzte konnten nur noch den Tod feststellen. Sie nehmen an, dass Togo zwischen vier und fünf Uhr verstorben ist.

Die Todesursache ist bisher unklar – Togo wird jetzt von Experten der Uni obduziert. Möglich scheint aber (auch wenn es dazu noch keine wissenschaftlichen Studien gibt), dass die Trauer über den Verlust seiner Kabonga eine Rolle gespielt hat. Sie war eingeschläfert worden, weil sie starke Schmerzen hatte.

Togo hatte mit 23 Jahren bereits ein stattliches Alter für eine Giraffe erreicht – allerdings sind in Gefangenschaft auch bis zu 30 Jahre möglich. Tierpark-Direktor Rasem Baban (48): „Togo lebte fast 20 Jahre lang in Hellabrunn und war Vater von zehn Jungtieren. Nun wird sein zweijähriger Sohn Naledi die Rolle des Zuchtbullen übernehmen. Dies ist der positive Aspekt an der traurigen Tatsache, dass Togo gestorben ist: Wäre Togo noch hier, hätten wir den kleinen Naledi, der bald geschlechtsreif ist, in einen anderen Zoo abgeben müssen. Nun kann er in Hellabrunn bleiben.“

Neben Naledi besteht die Giraffenherde derzeit nur aus der jungen Dame Bahati (3). Sie soll so bald wie möglich eine neue Spielkameradin bekommen, damit neues Leben in der Savanne einzieht.

tz

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