Vermisste Malina: Leichenspürhund auf Boot schlägt an

Vermisste Malina: Leichenspürhund auf Boot schlägt an

Verbote und neue Schilder

Grill-Grenze! Jetzt greift die Stadt an der Isar durch

+
Die neuen Schilder wurden Donnerstag an der Tierparkbrücke montiert. Rechts: Im rot markierten Bereich darf auf Kiesbänken gegrillt werden, in der Nähe von Bäumen nicht.

München - Die Stadt stellt am Tierpark 21 Schilder auf, die auf die Grillregeln hinweisen und die Zonen ausweisen, in denen das Grillen erlaubt ist.

Rauch, Müll und Lärm: Wegen des Traumsommers gibt es heuer so viele Beschwerden über die Party-Griller von der Isar wie noch nie! Deshalb greift die Stadt zu schärferen Mitteln und stellt am Tierpark 21 Schilder auf, die auf die Grillregeln hinweisen und die Zonen ausweisen, in denen das Grillen erlaubt ist.

Jetzt kann sie also jeder sehen: die Grill-Grenze. Zwischen Brudermühlbrücke und Stadtgrenze ist das Grillen nur auf Kiesbänken und in einem Abstand von zehn Metern zu Büschen den Bäumen erlaubt. Offenes Feuer ist tabu, auch das Aufstellen eines Grills ohne Standbeine. Das steht alles auf Deutsch und Englisch auf den unübersehbaren Schildern.

Und mit den Grillern kommt der Müll: Die Stadt leert mehr als 80 Gitterboxen und Müllcontainer sowie 15 Grill-Aschebehälter mehrmals wöchentlich – „bei schönem Wetter sogar täglich, auch sonn- und feiertags“, so das Baureferat. An einem Sommer-Wochenende werden bis zu 4,5 Tonnen Müll eingesammelt. Außerdem stehen Tütenspender für Müll und Hundekot sowie 20 Dixi-Klos bereit.

Durch die Beschilderung entstanden am Tierpark vier Zonen, außerhalb derer die Grillerei tabu ist. Zusätzlich wird derzeit vor Ort ein Merkblatt mit Übersichtsplan und den wichtigsten Regeln verteilt. „Sollte sich diese Aktion bewähren, werden nach und nach sämtliche kritischen Grillbereiche im Stadtgebiet entsprechend ausgeschildert“, so das Baureferat. Weitere Infos unter: www.muenchen.de/grillen

Das sagt das Baureferat

Werner Leib-Gebauer und Alexander Kressierer vom städtischen Baureferat: "In diesem Sommer ist natürlich besonders viel los an der Isar. Man muss aber feststellen, dass die meisten Menschen sich korrekt verhalten und ihren Müll wieder mitnehmen und auch die Grillregeln respektieren. Leider gibt es auch Menschen, die das nicht tun. Darum haben wir jetzt die Schilder aufgestellt und verteilen den Flyer. Wir wollen die Menschen, Tiere und Pflanzen besser zu schützen als bislang. Für die Tiere im Tierpark bedeutet der Rauch Stress, weil sie darauf programmiert sind, vor Feuer zu flüchten – und das können sie im Tierpark nicht."

Das sagen die Anwohner

Roswitha Hörmann (70) mit Ehemann Anton (72): "Egal ob das Wetter schlecht ist oder gut, wir wohnen in der Schäftlarnstraße und da ist für uns ist die Grillerei eine Qual. Wir können die Fenster erst nachts um zwei Uhr zum Lüften öffnen, an Wochenenden manchmal gar nicht. Sie können sich vorstellen, was das bei bis zu 40 Grad im Schatten in diesem Sommer bedeutet. Ich habe Asthma-Anfälle, bin wegen dieser Grill-Exzesse krankgeworden. Ich glaube nicht, dass die Schilder daran etwas verändern werden. Es sind nachts doch Tausend Griller da."

Keine Ausreden mehr

SPD-Stadtrat Dieter Kaplan: "Die Grillregeln sind ja nicht neu, sie stehen schon lange auf den Naturschutzgebiet-Schildern. Doch sie sind leicht zu übersehen. Das ist mit den neuen Schildern anders. Wenn jetzt jemand ein Feuer in der Verbotszone entfacht hat, kann er nicht mehr sagen, dass er nicht wusste, dass das verboten ist. Wir gehen davon aus, dass die neuen Schilder und die Flyer des Baureferats die Menschen wieder mehr an ihre Verantwortung erinnern. Unsere Isar bleibt nur so einladend und natürlich, wenn sie auch gepflegt wird – und das ist definitiv die Aufgabe aller."

J. Welte

Auch interessant

Meistgelesen

Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Im Video: Eisbär-Madl hat jetzt einen Namen
Im Video: Eisbär-Madl hat jetzt einen Namen
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare