Mutmaßliche Täterin vor Gericht

Hammer-Opfer leidet immer noch

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Marianne M.  (links) traf im Gerichtssaal auf ihre Ex-Putzfrau Monika F.

München - Ihre Haare sind inzwischen nachgewachsen, überdecken die Narben am Kopf. Rentnerin Marianne M. (66) aus Solln hat eine brutale Hammer-Attacke überlebt. Vor Gericht traf sie die mutmaßliche Täterin.

Im August 2013 hatte die ehemalige Putzfrau der 66-Jährigen fast 30 Mal auf den Kopf geschlagen und anschließend Schmuck gestohlen! Am Mittwoch schilderte Marianne M. als Zeugin vor dem Schwurgericht, wie die Bluttat aus ihrer Sicht abgelaufen war.

Nur mit dem Nachthemd bekleidet habe sie an jenem 7. August gegen 9.45 Uhr die Haustür geöffnet. „Ich dachte, jemand stünde mit einem Paket draußen“, sagt Marianne M. Tatsächlich aber war es Monika F. (60), ihre ehemalige Putzfrau. „Sie hatte so ein komisches Glitzern in den Augen. Ich dachte mir sofort, die hat nichts Gutes vor.“ In diesem Moment krachte schon ein erster Schlag auf die Rentnerin nieder. „Ich habe die Schläge noch immer im Ohr.“

Irgendwann ließ die Putzfrau von ihrem Opfer ab, stürmte in den 1. Stock des Hauses. „Das war meine Rettung. Ich flüchtete in die Küche und sperrte die Tür ab.“

Seit Montag muss sich Monika F. wegen versuchten Mordes verantworten. Ihr Opfer leidet auch heute noch sehr unter der Tat. „Die Narben schmerzen und ich bin viel misstrauischer geworden. Ich schau mir die Menschen ganz genau an.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

jam

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