Leser fragt, der OB antwortet

Herr Ude, warum werden hier gefällte Bäume nicht ersetzt?

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In der Aidenbachstraße fällt die Stadt Bäume.

München - Ein tz-Leser will wissen, warum die Stadt in der Aidenbachstraße zar Bäume fällt, aber keine neuen pflanzt. Lesen Sie hier die Antwort von Oberbürgermeister Christian Ude:

Frage:

Als Anwohner der Aidenbachstraße beobachte ich seit Längerem, wie vom Gartenbau klammheimlich auf dem Mittelstreifen immer wieder Bäume entfernt werden. Warum werden die nicht durch Neupflanzungen ersetzt? Wenn es kein Baum sein soll, könnte man wenigstens einige Blühsträucher wie Weigelien nachpflanzen. Jeder private Eigentümer muss nach einer Baumfällung eine Ersatzpflanzung durchführen, warum nicht auch die Stadt selber?

Martin Panzergrau, Obersendling

Antwort:

Die Baumfällungen waren aus Gründen der Verkehrssicherheit leider unumgänglich, da die Bäume bereits abgestorben waren bzw. eine massiv eingeschränkte Vitalität aufwiesen. Im Bereich zwischen Leutstettener Straße und Sentilostraße ist der Baumgraben sehr schmal. Deshalb sind auch keine Nachpflanzungen beabsichtigt. Denn Versuche, dort kleinkronige Bäume (Ebereschen, Crataegus-Arten) zu etablieren, waren nicht erfolgreich. Es ist hier auch nicht sinnvoll, Sträucher zu pflanzen, da diese durch ihr Breitenwachstum nach kurzer Zeit in den Straßenraum hineinwachsen würden. Es entstünde dadurch ein sehr hoher Pflege- und auch Reinigungsaufwand, der in keinem vertretbaren Verhältnis zu dem – fachlich und optisch – nicht befriedigenden Ergebnis stehen würde.

Aus den genannten Gründen ist es sicherlich besser, wenn die Baumallee links und rechts der Aidenbachstraße zu voller Geltung kommt und der Mittelstreifen als Rasenstreifen frei bleibt.

Um jedoch die Entnahme der Bäume im südlichen Abschnitt teilweise zu kompensieren, wird das Baureferat-Gartenbau im nördlichen Bereich, also zwischen Kistlerhof- und Leutstettener Straße Bäume nachpflanzen. Dort ist der Baumgraben breit genug, um ein dauerhaftes Anwachsen zu gewährleisten.

Liebe tz-Leser, bitte ­richten Sie Ihre schriftlichen Fragen an OB Ude ­unter dem ­Stichwort „tz-Leser ­fragen den OB“ per Post an die Lokalredaktion, 80282 München, per Fax an die Nummer 089/530 65 67 oder per E-Mail an: lokales@tz.de.

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