Haus für Flüchtlingskinder

Hier malert die Sozialreferentin selbst

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Abschlussarbeiten: Auch Sozialreferentin Brigitte Meier packte am Montag an und malerte.

München - Das Sozialreferat hat zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt München (AWO) ein Haus in der Herterichstraße renoviert.

Sie reisen tausende Kilometer, um im fernen Deutschland Schutz zu finden. Und sie kommen alleine, ohne Eltern: über 3000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge trafen im vergangenen Jahr in München ein. Wo sollen sie unterkommen? Das Sozialreferat hat jetzt zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt München (AWO) ein Haus in der Herterichstraße renoviert. Hier werden Flüchtlingskinder medizinisch, psychologisch und pädagogisch betreut.

Streichen für eine gute Sache. So könnte man die Aktion von Münchens Sozialreferentin Brigitte Meier rechts im Bild nennen. Seit April betreut die AWO München in dem Stiftungsanwesen schon zehn Flüchtlingskinder – zwischen 14 und 17 Jahren alt.

Das Problem ist: Das Haus (Baujahr 1958) ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Um es nun für die Flüchtlinge zwischenzunutzen (Ende 2017 soll es abgerissen werden), musste einige Arbeit reingesteckt werden. Sozialreferentin Brigitte Meier packte gestern bei den Abschlussarbeiten an der Fassade gerne an: „Ich freue mich sehr, dass wir zusammen mit der AWO eine unbürokratische und praktikable Möglichkeit gefunden haben, dieses Haus trotz seines schlechten Zustands sinnvoll zwischenzunutzen“. Und dann fügt Meier an: „Die jungen Flüchtlinge jedenfalls fühlen sich in dieser Umgebung wohl und sind gut in die Nachbarschaft integriert.“

Zahlen muss die AWO für das Anwesen übrigens der Stiftung die ortsübliche Vergleichsmiete. Aber: Die notwendigen Instandsetzungskosten werden der AWO von der Stiftung auf die Miete angerechnet.

Das Anwesen Herterichstraße 158 ist über einen Nachlass im Jahr 2006 zur Landeshauptstadt München gekommen. Mit dem Nachlass wurde die nichtrechtsfähige Stiftung für Menschen mit Migrationshintergrund in München errichtet. Das Anwesen war ursprünglich ein Zweifamilienhaus, wurde jedoch bereits seit über 40 Jahren von der Erblasserin nicht mehr zu Wohnzwecken, sondern gewerblich, zuletzt als Geschäftsräume für einen Kfz-Handel vermietet.

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