Nach Monaten auf der Flucht

Flaucher-Mord: Festnahme in Frankreich!

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Im Flauer-Mordfall wurde jetzt Ireneusz D. (43) gefasst. Er gab Schläge gegen das Todesopfer zu.

München/Lyon - Nach Monaten auf der Flucht ist auch der letzte der drei Tatverdächtigen des "Flaucher-Mords" festgenommen worden. Die Polizei stellte den Mann - in Frankreich.

Nach sechs Monaten Flucht haben Zielfahnder der Münchner Polizei jetzt offenbar den letzten Verdächtigen im sogenannten Flaucher-Mordfall ausfindig gemacht. In Lyon in Frankreich klickten vor wenigen Tagen die Handschellen. Seit vergangenen Freitag sitzt der obdachlose Pole Ireneusz D. (43) in Stadelheim in Untersuchungshaft. Er und ein weiterer Landsmann (52) müssen sich nun wegen Mordes an Jerzy C. (51) verantworten.

Der Fall hatte im Sommer 2014 Schlagzeilen gemacht: Am 26. August hatte ein Passant die Leiche des 50-jährigen Obdachlosen Jerzy C. am Flauchersteg gefunden. Schnell war klar, dass der Mann ermordet wurde. Sein Körper wies zahlreiche Hämatome auf. Laut Obduktion wurde er erschlagen. Damals konnte die Polizei bereits einen ersten Tatverdächtigen (52) festnehmen (tz berichtete).

Zwei weitere mutmaßlichen Täter, der Lette Vitalijs T. und der Pole Ireneusz D., waren hingegen geflüchtet. Wie der jetzt festgenommene Pole den Ermittlern erzählte, hatte er sich gemeinsam mit dem Letten mit dem Zug nach Frankreich abgesetzt. Nach einiger Zeit habe man sich getrennt. Er selbst habe sich dann in Spanien aufgehalten, bevor er wieder nach Frankreich zurückkehrt sei. Was der Pole wohl nicht ahnte: Sein Fluchtkamerad war bereits Mitte Dezember im französischen Nizza tot auf der Straße gefunden worden. Er war an einer Überdosis Drogen gestorben (tz berichtete). In einer Vernehmung stritt Ireneusz D. eine Tatbeteiligung zunächst ab, „Letztendlich räumte er aber ein, das Opfer geschlagen und getreten zu haben“, berichtet Polizeisprecher Werner Kraus.

Passant entdeckt Leiche am Flaucher - Bilder vom Fundort

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JAM

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