Arbeitsreicher Sonntag für Retter

Gewagter Isar-Ausflug geht „gerade noch“ gut: Flammender Appell soll „unverbesserliche“ Münchner aufrütteln

An der Marienklause müssen Retter immer wieder eingreifen, weil Isar-Schiffer in Not geraten.
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An der Marienklause müssen Retter immer wieder eingreifen, weil Isar-Schiffer in Not geraten.

Ehrenamtliche Retter mussten sich in München in Lebensgefahr begeben. Am Wochenende waren erneut „unverbesserliche Hobbykapitäne“ auf der Isar unterwegs.

  • Schlauchbootfahrer schipperten am Sonntag (19. Juli) auf der Isar - obwohl in Teilen des Stadtgebiets ein amtliches Fahrverbot gilt.
  • Mehrmals mussten Retter gefährliche Situationen bereinigen.
  • Die Wasserwacht München-Mitte will mit einem Facebook-Beitrag aufrütteln.

München - Eigentlich sollte es inzwischen jeder mitbekommen haben. Gleich mehrfach hatte die Münchner Wasserwacht infolge ergiebiger Regenfälle vor Gefahren auf der Isar gewarnt. Ein offiziell verkündetes Fahrverbot für Schlauchboote in Teilen des Stadtgebiets untermauert die Einschätzung. Und doch blicken die ehrenamtlichen Retter erneut auf einen arbeitsreichen Sonntag (19. Juli) zurück. 

München: Lebensgefahr auf der Isar - trotzdem erneut Schlauchboote unterwegs

„Einige unverbesserliche Hobbykapitäne“ hielten die Wasserwacht München-Mitte in Atem. Als Brennpunkt entpuppte sich erneut die sogenannte „Dükerkante“ an der Marienklause: „Zwei Boote konnten gerade noch (...) an Land geholt werden. Eine weitere Bootsbesatzung hatte unwahrscheinliches Glück, dass sie beim Überfahren der Kante nicht gekentert ist“.

Auf Facebook finden die ehrenamtlichen Retter einmal mehr mahnende Worte. „Wir weisen nochmals ausdrücklich auf das bestehende Fahrverbot hin. Nach den zahlreichen Hochwassern befindet sich sehr viel Treibgut in der Isar“, heißt es in einem Posting, das noch am Sonntagabend abgesetzt worden ist. 

Fahrverbot auf der Isar: Wasserwacht will mit flammendem Appell aufrütteln

An die Adresse der Unbelehrbaren appelliert die Wasserwacht: „Bitte haltet Euch an die Verbote. Es geht um Eure Gesundheit und Leben und um die Gesundheit und das Leben der Retter“. Ihr Leben mussten die Einsatzkräfte am 4. Juli 2020 mehrfach aufs Spiel setzen: Allein an diesem Tag hatten 32 Menschen die Kontrolle über ihr „Schiff“ verloren.

Langeweile kommt an der Marienklause auch ohne Schlauchbootfahrer nicht auf: am Sonntag waren es unter anderem ein gestürzter Radler und eine unvermittelte Wespen-Attacke, die die Retter in Atem hielten.

Video aus München: Lebensgefahr! Schlauchboote kentern auf der Isar

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