Beleidigungen und Drohungen

„Reichsbürger“ hetzt im Internet gegen die Polizei - dann klingelt es an seiner Tür

Ein Münchner hat im Internet einfach mal alles rausgelassen und wüste Beleidigungen gegen die Polizei gepostet. Das war allerdings keine so gute Idee.

München - Vergangenen Samstag ging beim Kommissariat 44 für Staatsschutzdelikte eine Fax-Nachricht ein. So weit so wenig ungewöhnlich. Der Inhalt des Fax-Schreibens: Wüste Beleidigungen gegen die Polizei. Und ein Verweis auf eine Internetseite. Bei einer Überprüfung der Seite fielen den Beamten erneut beleidigende und drohende Äußerungen über Polizeibeamte der Kommissariate 44 und 83 (Rauschgiftdelikte) auf. Daraufhin ermittelten sie den Urheber des bedrohlichen Internet-Posts, der auch das Fax geschickt hatte: Einen 48-jährigen Münchner. 

Für seine Wohnung erließ das Amtsgericht München einen Durchsuchungsbeschluss. Am Dienstag fuhr die Polizei dann zu seiner Wohnung nach Solln. In der Wohnung trafen sie den 48-Jährigen dann auch an. 

Die vermeintlichen Tatmittel - PC und weitere Hardware - die er zum Verfassen des Posts benutzt hat, wurden sichergestellt. Im Rahmen der Durchsuchung konnte außerdem eine geringe Menge Betäubungsmittel sowie ein verbotenes Butterfly-Messer aufgefunden werden. 

Den Münchner erwarten nun Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Waffengesetz. Nach den Formalitäten wurde er vor Ort wieder entlassen. Der 48-Jährige ist nach bisherigen Erkenntnissen der sogenannten Reichsbürgerszene zuzuordnen.

Lesen Sie auch: 750 Rechtsextremisten und 1200 Reichsbürger besitzen legal Waffen

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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