Verzweifelte Suche

Nach fatalem Missgeschick: Münchner wendet sich mit Aufruf an U-Bahn-Pendler - „Bin sehr aufgewühlt“

U-Bahn in München
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Als er in die U3 stieg, ließ ein junger Student aus München seine Laptoptasche zurück (Symbolbild).

Wer kann dem jungen Mann aus München helfen? Kurz bevor er in die U3 gestiegen war, hatte er einen verhängnisvollen Fehler gemacht.

München - Mit einem verzweifelten Suchaufruf bittet ein junger Münchner* um Unterstützung. „Hallo, liebes U-Bahn-Gespenst“, beginnt sein Zettel, den er am U3-Halt Aidenbachstraße aufgehängt hat. „Bring‘ mir bitte meinen Laptop wieder.“

München: Student vergisst Laptop, als er in U-Bahn einsteigt

Es war nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit - mit fatalen Folgen. Am 27. September sei er gegen 9.30 Uhr in die U-Bahn* eingestiegen, ohne an seine schwarze Laptoptasche zu denken. „Ich habe sie auf einem der Gittersitze vergessen. Als ich gegen 10.20 Uhr ankam, war sie verschwunden“, schreibt der Urheber.

Diesen Suchaufruf hat ein junger Münchner an der Aidenbachstraße aufgehängt.

Jetzt hat er sogar seinen Finderlohn von 50 Euro ausgelobt, denn auf dem Laptop befinde sich seine in mühsamer Arbeit angefertigte Bachelorarbeit (samt externer Speicherplatte). Ganze 500 Stunden habe ihn diese eigenen Angaben zufolge gekostet.

Verzweifelter Suchaufruf in München: Laptop mit Festivalsticker wird vermisst

Auch eine genaue Beschreibung der Verlustgegenstände findet sich auf dem Zettel:

  • Laptop der Marke HP, Sticker des Wacken-Festivals 2018 auf der Bildschirmrückseite
  • Ladekabel, externe Festplatte, schwarz-rote Funkmaus in der Vordertasche

„Wenn du etwas gesehen hast, oder den Laptop gefunden oder abgegeben hast, schreib mir oder ruf mich an“, bittet der verzweifelte Student, der auch seine Handynummer angegeben hat. Und weiter: „Ich bin sehr aufgewühlt und brauche Ruhe für meine Seele.“

Student aus München auf verzweifelter Suche: „Das tut mir im Herzen weh“

Inzwischen ist der Suchaufruf auch auf der Social-Media App Jodel gelandet. Dort erhält der junge Münchner neben reichlich Mitleid („Das tut mir im Herzen weh“) auch ein wenig Tadel. Viele User können nicht verstehen, dass er seine Bachelorarbeit nicht besser abgesichert hat. Einer verweist auf die sogenannte 3-2-1-Regel: „Mindestens 3 Backups an mindestens 2 Orten und mindestens 1 davon online.“

Auf Anfrage von tz.de* sagt der Betroffene: „Unter Umständen möchte der Finder den Laptop behalten. Aber vielleicht könnte er dann wenigstens die Daten übermitteln.“ Möglich wäre das unter folgender Mailadresse: nic.zaho@web.de. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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