Münchner Tierpark

Hellabrunn-Chef will „Geozoo der Biodiversität“

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Der neue Chef im Münchner Tierpark will einen „Geozoo der Biodiversität“.

München - Der neue Münchner Zoodirektor Rasem Baban will im Tierpark Hellabrunn verstärkt naturbelassene Lebensräume und Artenvielfalt präsentieren.

„Auf der einen Seite soll der Besucher die Möglichkeit erhalten, exotische und heimische Tiere mit allen Sinnen zu erleben, auf der anderen möchte ich erreichen, dass unsere Zoobesucher auch Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten mit nach Hause nehmen“, sagte Baban, der am 1. August seine neue Aufgabe übernommen hat.

Hellabrunn habe bereits früh als erster „Geozoo“ der Welt Tiere nicht nach Gattungen, sondern nach Kontinenten geordnet. „Nun möchte ich den Münchner Tierpark weiterentwickeln zu einem „Geozoo der Biodiversität“, sagte Baban am Mittwoch.

Arten-, Tier- und Umweltschutz sowie das Zusammenspiel von Mensch und Natur sollen eine wichtige Rolle spielen. Dabei will Baban auch naturnahe Lebensräume für Menschen zeigen. Er plant unter anderem den Aufbau eines alten Mühlbauernhofes sowie als Gegenstück einen modernen Bau, der naturnahes Leben heute darstellt, etwa mit Regenwassernutzung, Solartechnik und Kräutergarten.

Baban ist Nachfolger von Andreas Knieriem, der am 1. April nach Berlin wechselte. Baban war zuletzt zwölf Jahre Prokurist und stellvertretender Direktor des Leipziger Zoos. Der gebürtige Mannheimer hatte in Trier Architektur studiert, bevor er als Projektleiter, Architekt und Unternehmensberater in verschiedenen Firmen tätig war. Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

dpa

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