Thalkirchner Straße

Wohnungslose ins Glockenbachviertel

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In diesem Haus sollen bis zu 250 Obdachlose mit Kindern untergebracht werden.

München - Immer mehr Menschen drängen nach München, der Platz wird knapp, auch für Wohnungslose. Darum beschloss der Stadtrat am Mittwoch einstimmig, in der Thalkirchner Straße ein Wohnheim für obdachlose Familien einzurichten.

Kommende Woche soll der Mietvertrag abgeschlossen werden. Bis zu 100 Kinder sollen in dem Gebäude im Glockenbachviertel wohnen, das maximal 250 Menschen beherbergt. Bislang war das Gebäude als Boardinghaus für 104 Bewohner ausgelegt.

Betreiber ist das evangelische Hilfswerk. Dessen Geschäftsführer Gordon Bürk sagt, dass der Bedarf für Haushalte mit Kindern, die sofort Hilfe benötigen, in den vergangenen Monaten stark angestiegen sei. Immer öfter verlören Familien wegen Arbeitslosigkeit, Krankheit oder allgemeiner Überforderung ihre Wohnung. Bislang wurden diese Familien in Pensionen untergebracht.

Vorerst ist die Nutzung auf zehn Jahre angelegt. Der Besitzer hat für später auch die Nutzung als Flüchtlingsheim beantragt. Vor Ort gibt es Vorbehalte: Nachbarn fürchten Lärm. Stadtrat Christian Müller (SPD) ist es wichtig, „dass dort künftig eine umfangreiche Betreuung und Hausaufgabenhilfe angeboten wird: durch sozialpädagogische Fachkräfte, Erzieherinnen und Erzieher.“

Ganz im Osten der Stadt werden wohl bald Wohncontainer für Asylbewerber aufgestellt. OB Reiter (SPD) hat vorgeschlagen, dem Freistaat Bayern den Parkplatz des BAUMA-Geländes als Quartier für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen. Das Gelände wird erst 2016 wieder für die BAUMA benötigt.

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