Großeinsatz

Reizgas-Attacke in U-Bahn - Zwei Züge evakuiert

Wegen einer Reizgas-Attacke mussten am Freitagabend gegen 19.45 Uhr zwei U-Bahn-Züge gestoppt werden. Ein Fahrgast hatte zuvor Pfefferspray in einem fahrenden Zug versprüht. 

München - Der Zugführer bemerkte das Reizgas und meldete es umgehend der Leitstelle. Der Rettungsdienst wurde alarmiert. Zur gleichen Zeit fuhr der Zug in den Bahnhof Obersendling ein. 

Dort stand gerade eine andere U-Bahn. Als sich die Türen des betroffenen Zuges öffneten, wurde das Gas am ganzen Bahnsteig und in dem weiteren Zug verteilt. 

Als das Rettungsdienstpersonal eintraf, brachten sie umgehend alle 34 Passagiere in Sicherheit. Ebenso alarmierten sie zugleich einen Großraumrettungswagen und weitere Kräfte der Feuerwehr München, um die Patienten versorgen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass fast alle Passagiere - bis auf eine Dame - mit dem Schrecken davon gekommen waren. Die Frau wurde vorsorglich in eine Münchner Klinik transportiert. 

Der Bahnsteig sowie die beiden Züge wurden von einem Trupp mit schwerem Atemschutzgerät und Gasmessgeräten kontrolliert. Während der Rettungsmaßnahmen kam es im U-Bahnverkehr zu Verspätungen. 

Der Verursacher konnte von der Polizei bereits ermittelt werden. Sein Motiv ist bislang völlig unklar.

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa

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