Przewalskipferd-Stute wird ausgewildert

Naya aus Hellabrunn lebt bald frei in der Mongolei

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Nach einem Umweg über Prag ist Naya in der Mongolei angekommen. 

Eine Münchnerin in der wilden Mongolei: Przewalskipferd-Stute Naya durfte mit einigen Artgenossen zu einem Auswilderungsprojekt reisen. 

München - Wie der Tierpark berichtet, wurde die Przewalskipferd-Stute Naya, die im Münchner Tierpark geboren ist, in der vergangenen Woche mit drei weiteren Wildpferden mit einem tschechischen Militärflugzeug zur Auswilderung in die Mongolei geflogen. Beim Auswilderungsprojekt „Return of the Wild Horses“ wird Naya zunächst zur Eingewöhnung in einem Wildgehege leben, bevor sie dann schließlich ausgewildert wird, um die Population der mongolischen Przewalskipferde zu vergrößern.

Schon zum siebten Mal reisten aus dem Zoo Prag in Kooperation mit „Return of the Wild Horses“ Przewalski-Urwildpferde zur Auswilderung in die Mongolei. Im Rahmen dieses Projektes wurden schon 27 Tiere in das Schutzgebiet „Great Gobi“ gebracht. Der Transport erfolgte in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Militär, das den Transport der Tiere aus dem Zoo in Prag mit Militärflugzeugen organisierte. Der Transport von Prag in die Mongolei dauerte 24 Stunden und verlief ohne Komplikationen für die vier Stuten. Neben Naya, die vor drei Jahren aus Hellabrunn nach Prag kam, wurden noch je eine Stute aus Leipzig sowie aus dem französischen Chantou und tschechischen Dolní Dobřejov transportiert. In der Mongolei gelandet, erkundeten sie entspannt ihr neues Akklimatisierungsgehege.

Die Pferdeart galt als ausgestorben

Seit 1996 gibt es wieder wilde Przewalskipferde. Davor galten sie als in der Natur ausgestorben, da die letzten Pferde 1969 in der Mongolei gesichtet wurden. Nur dank der koordinierten Bemühungen der weltweiten Zoogemeinschaft konnte die einzige Wildpferdart vor dem endgültigen Aussterben bewahrt werden. Der Tierpark Hellabrunn engagiert sich seit Jahren mit Projektpartnern in ganz Europa für die Zucht und den Erhalt der seltenen Przewalskipferde. Im Rahmen mehrerer Beweidungsprojekte, u.a. in Tennenlohe, Hanau, Gießen, Augsburg sowie im Nationalpark Bayerischer Wald und im ungarischen Nationalpark Hortobagy, werden bereits eine beachtliche Anzahl der ursprünglich in asiatischen Steppen beheimateten Wildpferde betreut. 

Dank des Engagements europäischer Zoos im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) liegt der Bestand der bedrohten Urwildpferde aktuell bei etwa 700 Pferden in 73 Haltungen in Europa. Im Tierpark Hellabrunn leben derzeit sechs Przewalskipferde.

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