Kaufen wir so in Zukunft ein?

Im Supermarkt per App bezahlen - wir testen das neue System

Der erste Münchner Markt hat die neue Technik bereits: Die Einkaufs-App Scansation verspricht weniger Stress an der Kasse – bezahlt wird per QR-Code-System

Keine Warteschlange an der Kasse mehr -  das verspricht ein neues Bezahlsystem, das derzeit in München getestet wird. Wir haben uns das für Sie mal angeschaut und ausprobiert.

Jetzt wird der Einkauf im Supermarkt zum echten High-Tech-Rundgang. Mit der neuen Einkaufs-App „Scansation“ soll ab sofort nur noch zusammen mit dem Smartphone eingekauft werden. Wie das geht? Kunden scannen ihre Ware selbst über die kostenlose App, die liefert danach einen QR-Code für den gesamten Einkauf und ohne die Produkte aufs Fließband zu legen, wird nach Einlesen des Codes an der Kasse abgerechnet.

Eine echte digitale Neuerung, die im Lebensmittelmarkt der Zukunft tatsächlich Fuß fassen könnte! Das Münchner Start-Up hinter Scansation hat sich lange Gedanken über Verhalten an der Supermarktkasse gemacht.: „Unser Ziel war es, den Lebensmitteleinkauf langfristig entspannter zu gestalten, indem wir lästige Wartezeiten an der Kasse verkürzen“, sagt Scansation-Geschäftsführer Andreas Klett. „Runtergebrochen ist nämlich alles, was dazu benötigt wird, ein Smartphone und unsere kostenlose App.“

Die Self-Scanning-App wurde Ende Juli erstmalig in ganz Deutschland im Münchner Lebensmittelmarkt an den Isargärten eingeführt und läuft dort bisher ganz gut. „Weil wir die Lesegeräte erst einen knappen Monat haben, gibt es noch nicht so viele Benutzer“, erklärt ein Kassierer im Markt. „Für uns Verkäufer ist das aber auf jeden Fall toll, weil wir durch die App auch ein wenig entlastet werden.“

Da die Scan-Stationen direkt an den Kassen installiert sind, bleiben auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter erhalten. „So kann das Personal noch kundenorientierter arbeiten und der Kontakt zwischen Marktpersonal und Kunden bleibt im stationären Handel auch erhalten“, sagt Klett.

Mit dem Handy an die Kasse: So geht Einkaufen via App.

Wir haben die Scansation-App vor Ort getestet. Das Fazit? Die Bedienung der App ist vollkommen intuitiv, absolut verständlich und die Abwicklung an der Kasse ging tatsächlich schneller als gewöhnlich. Zusätzlich bleiben eigene Daten anonym, weil in der App keine Registrierung notwendig ist. Das einzige Manko an Scansation: Mit dem Einkaufskorb, der Ware und dem Handy in der Hand ist das Handling etwas eingeschränkt, mit ein wenig Übung klappt das aber sicher. Andreas Klett plant zukünftig, Nahrungsunverträglichkeiten mit Gefahrenmelder in die App zu integrieren. „Damit Einkaufen entspannt bleibt.“

So funktionierts:

  1. Die App herunterladen.
  2. Im Programm den jeweiligen Supermarkt auswählen.
  3. Die gewünschten Produkte (bisher maximal 15 pro Einkauf möglich) mit dem Barcode-Scanner einlesen und in den Einkaufskorb legen.
  4. In der App ein Foto des Einkaufs machen und mit dem angezeigten QR-Code zur Kasse gehen.
  5. An der Kasse den QR-Code scannen und wie gewohnt bezahlen.

Das sagen Kunden und Angestellte

Was ich gut an dem System finde ist, dass die App vor allem auch als Unterstützung für uns Verkäufer entwickelt wurde, um den Stress am Fließband etwas zu entzerren. Zusätzlich sind die Stationen fest an der Kasse installiert. So behalten wir alle unseren Arbeitsplatz – das finde ich wirklich wichtig.

Gyltene Mucoli (31), Verkäuferin an der Bedienungstheke, Thalkirchen

Ich bin gerade nur schnell von meiner Praktikumsstelle in den Supermarkt gelaufen, um mir ein bisschen was für die Brotzeit zu holen. Bei nur wenig Zeit und einer Handvoll Produkte, denke ich, kann mir das System von Scansation wirklich Zeit sparen. Zuerst müsste es nur etwas bekannter werden.

Timo Kessler (22), Student aus München

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Thalkirchen – mein Viertel“.

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