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Obersendling

Siemens will Sportpark an Stadt verkaufen

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Etwa 14 Hektar groß ist der Hermann-von-Siemens-Park in Obersendling. 

Im seit Jahren andauzernden Tauziehen um den Siemens-Sportpark zeichnet sich eine Lösung ab. Die Gespräche mit der Stadt hätten sich in den vergangenen Monaten konkretisiert, so ein Siemens-Sprecher. „Die finale Entscheidung wird noch vor der Sommerpause fallen.“

München - Es ist ein Idyll. Eine grüne Oase am Rande der Stadt. Allerdings hatten nicht nur die Stadt München, sondern auch andere Interessenten ein Auge auf den rund 14 Hektar großen, inzwischen weitgehend brachliegenden Hermann-von-Siemens-Park in Obersendling geworfen. Was in München für großen Ärger sorgte. Mancher befürchtete ein Horrorszenario: Den Verkauf des Areals an einen privaten Investor. Doch die Sorgen dürften sich in Wohlgefallen auflösen. Denn die Stadt hat bei den Verhandlungen um den Verkauf des Sportparks klar die Nase vorn.

Nach vielen konstruktiven gebe es seit einigen Monaten konkretere Gespräche, sagt Guido Jagusch von Siemens Real Estate. „Ich glaube, dass wir noch vor der Sommerpause zu einer endgültigen Entscheidung kommen. Und die Entscheidung wird zugunsten unseres Wunschkandidaten fallen – der Stadt.“ Angestrebt werde auch, durch den Verkauf den Erhalt der Siemens-Tennis-Clubs auf dem Areal sicherzustellen. Siemens gehe es um eine Lösung, bei der die Interessen aller Beteiligten gewahrt würden, so Jagusch.

Ein Vertreter des Tennis-Clubs hatte sich erst Anfang Februar erneut im Bezirksausschuss Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln über die unsichere Situation der Vereinsmitglieder beklagt. Es müsse endlich Schluss gemacht werden mit der Hängepartie. Doch in dem Stadtteilgremium konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand Entwarnung geben. „Leider haben wir derzeit auch nicht mehr Informationen“, so BA-Chef Ludwig Weidinger (CSU).

Weidinger reagierte jetzt erfreut auf die Nachrichten. „Das ist eine schöne Entwicklung. Wir waren immer gegen einen Verkauf an einen Investor.“ Was die künftige Nutzung des Sportparks angeht, will der BA in jedem Fall ein Wörtchen mitreden. „Wir möchten, dass wir dazu angehört werden.“

Mit dem Verkauf an die Stadt könnte das zähe Gerangel um den im Landschaftsschutzgebiet liegenden Hermann-von-Siemens-Park endgültig Geschichte werden. 1959 hatte der Namenspatron und seinerzeitige Siemenschef das Areal der Belegschaft als Erholungs- und Betriebssportstätte gestiftet. Doch 2011 entschied sich der Konzern, das Gelände abzustoßen, und kündigte den meisten auf dem Areal ansässigen Vereinen. Die Stadt bemühte sich von Anfang an um den Erwerb des Geländes. Wider Erwarten zogen sich die Vertragsverhandlungen jedoch deutlich länger hin als erwartet. „Weil noch keine einvernehmliche Preisbasis gefunden werden konnte“, erklärte Kommunalreferent Axel Markwardt 2015 auf eine Stadtratsanfrage hin.

Bürger und Kommunalpolitiker reagierten irritiert auf die Verzögerung. Immer wieder hakten sie in den vergangenen Jahren nach. Druck zu machen versuchte gestern auch Sebastian Roloff, Bundestagskandidat der SPD im Münchner Süden: Die Stadt müsse den Sportpark langfristig für die Bewohner im Münchner Süden erhalten und in die Anlagen investieren. „Das muss der Stadt dann eben auch das nötige Geld wert sein.“ Das Kommunalreferat hielt sich gestern noch bedeckt: „Die Gespräche laufen noch“, so ein Sprecher. „Mehr können wir derzeit nicht sagen.“

Brigitta Wenninger

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