Stadtrats-SPD fordert 

Isar-Umbau: Flaucher soll Freizeit-Oase bleiben!

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Der Flaucher soll ein Freizeitparadies bleiben.

München - Für die innerstädtische Isar werden derzeit Umbau-Pläne erarbeitet. Die SPD im Münchner Stadtrat fordert, dass dabei der Freizeit-Charakter des Flauchers erhalten bleiben muss.

Das Baureferat entwirft derzeit ein Parkpflegewerk für die Flaucheranlagen. Nun hat die Behörde den Stadtratsmitgliedern aufgezeigt, in welche Richtung es dabei gehen könnte.

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Der bisherige Entwurf, den ein Landschaftsarchitekt erarbeitet hat, umfasst 200 Seiten und elf Pläne. Übergeordnetes Ziel ist demnach eine Teilung der Anlagen „in eine intensiv genutzte Zone im Süden und in einen nur extensiv zu nutzenden Bereich im Norden“. Dort, im nördlichen Teil, soll der Schwerpunkt in Zukunft noch stärker auf Natur- und Artenschutz gelegt werden. Deshalb ist unter anderem geplant, einen öffentlichen Spielplatz, der dort angesiedelt ist, in den Südteil zu verlagern. Er soll auf das Gelände einer ehemaligen Baumschule umziehen.

In dem Entwurf werden außerdem Veränderungen im Wegenetz angeregt: Ein Vorschlag ist, eine historische Wegeschleife wiederherzustellen – sie ist derzeit nur noch in Teilen vorhanden. Außerdem wird angeregt, für den Fuß- und Radverkehr eine zweite Unterführung unter dem Mittleren Ring zu bauen, auf Höhe der Brudermühlstraße. Bürger und Naturschutzverbände sollen in den Planungsprozess und bei der Umsetzung eingebunden werden.

Die SPD im Münchner Stadtrat fordert in dem Zusammenhang, darauf zu achten, dass der Flaucher eine Freizeit-Oase bleibt. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl sagt: „Seit mittlerweile 175 Jahren dient die Anlage der Naherholung, und das soll auch in Zukunft so bleiben."

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Natürlich müsse der Schutzwürdigkeit des Gebiets Rechnung getragen werden, so Reissl. "Aber Naturschutz und Naherholung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides muss möglich sein."

Gerade in einer dicht bebauten Stadt wie München seien Freizeitflächen immens wichtig. Die Menschen hätten für weitreichende Verbote und Einschränkungen am Flaucher kein Verständnis, und das zu Recht, findet der Fraktions-Chef. 

"Die Anlagen sollen auch weiterhin ein lebendiger Ort sein, an dem geschwommen, gegrillt, gesportelt und gefeiert werden darf, an dem es einen Biergarten und eine Kinderspielplatz gibt. Schon heute konzentrieren sich die meisten dieser Aktivitäten im Südteil der Anlagen. Es spricht nichts dagegen, das so beizubehalten.“

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