Tankstellenpächter attackiert

Er bekam vom Räuber Pfefferspray ins Gesicht gesprüht

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Auf dem Weg zur Bank überfallen: Tankstellenpächter Norbert Pregler.

Als Tankstellenpächter Norbert Pregler die Einnahmen zur Bank bringen will, springt ein Räuber aus dem Gebüsch. Was dann folgt, hat Pregler noch in schmerzlicher Erinnerung.

München - Nie hätte Tankstellenpächter Norbert Pregler (56) gedacht, dass Pfefferspray in den Augen derartig weh tut. Seit Montagvormittag weiß er es besser. Da lauerte ihm ein Räuber auf, als er mit den Einnahmen seiner Agip-Tankstelle in der Neurieder Straße auf dem Weg zur nahen Bank war. Der Täter setzte rücksichtslos Pfefferspray gegen den völlig ahnungslosen Norbert Pregler ein.

Der Pächter brachte seine Einnahmen bislang meistens zu Fuß zur Bank. Das Geld steckte er stets in einen Jutebeutel, dessen Stoffgriffe er mehrfach um sein Handgelenk schlang. Eine Gewohnheit, die sich im Nachhinein als Glücksfall erweisen sollte. Um 11.40 Uhr verließ er am Montag das Tankstellengelände Richtung U-Bahnhof Fürstenried-West. Er kam nur 60 Meter weit. Denn der Täter wartete schon auf ihn. 

„Ich konnte kaum noch was sehen“

Hinter Norbert Pregler trat er aus dem Gebüsch und griff den ahnungslosen Mann von hinten an: „Ich habe eine volle Dosis Pfefferspray in die Augen bekommen.“ Bis die Wirkung einsetzte, vergingen ein paar Sekunden: „Ich war wahrscheinlich voller Adrenalin und habe gemerkt, wie der Kerl an meiner Tasche herumzerrte. Sie hing aber fest. Da gab er auf.“ Denn Norbert Pregler wehrte sich mit aller Kraft und versuchte sogar noch, den Räuber zu verfolgen. Dann jedoch musste er aufgeben: „Der Pfeffer brannte höllisch in meinen Augen. Ich konnte kaum noch was sehen.“ 

Pregler lief zurück zur Tankstelle und rief die Polizei. Ein Rettungswagen fuhr ihn in die Augenklinik. Nach einer gründlichen Spülung ließ der Schmerz bald nach. Der Täter konnte fliehen. Er ist etwa 25 bis 30 Jahre alt, schlank, hat kurzes schwarzes Haar. Er trug eine dunkelblaue Jacke mit Pelzkragen. Die Polizei (Kommissariat 21; Tel. 2910-0) bittet um Hinweise. Norbert Pregler hofft, dass Zeugen den Mann auf der Flucht sahen.

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