Herbst im Sommer

Tierischer Ansturm in Hellabrunn

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So sah’s Montag in der Früh an der Tierparkkasse aus

München - Das Wetter fühlt sich nach Oktober an, und jetzt kommt auch noch der Regen. Groß ist derzeit der Ansturm in Hellabrunn.

Brrr! Auf dem Kalender steht August, aber anfühlen tut sich’s wie Oktober: am Montag 18 bis höchstens 20 Grad, nachts unter zehn (im Umland noch kälter - die aktuelle Vorhersage für ihre Region). „In der Nacht ist die Wolkendecke aufgerissen“, so Meteorologe Florian Bilgery vom Deutschen Wetterdienst. Und jetzt kommt auch noch Regen … Freibäder und Seen? Nur was zum Anschauen oder zum Abhärten. Umso größer ist dafür der Ansturm in Hella­brunn. Ferien sind ja trotz des Wetters – und man muss ja was unternehmen. An Spitzentagen kommen derzeit über 13 000 Leute nach Hellabrunn! Wir haben am Montag vorbeigeschaut in Hellabrunn: tierischer Ansturm schon in der Früh.

„Besuchermagnete sind nach wie vor unsere Eisbären-Zwillinge Nela und Nob­by“, sagt Spercherin Verena Wiemann. Aber auch andere tierische Stars gibt’s, etwa die Seelöwen mit ihren Jungen. Hier stehen viele Eltern und Großeltern mit Kindern und Enkelkindern. Grad recht: Keiner kommt ins Schwitzen – und zum Draußensitzen in den Biergärten und an den Standln passt das Wetter auch. Für das Schlendern und Schauen hat sich das Anstehen an der Kasse gelohnt. Eh klar: Parkplätze waren Mangelware. Wie’s den Besuchern gefallen hat: Wir haben uns umgehört (links)

Und wie’s weitergeht? Die Meteorologen erwarten Regen, übermorgen sollen’s dank Zwischenhoch immerhin bis zu 25 Grad werden. Für einen Tag …

S. Brenner, E. Unfried

Das Anstehen lohnt sich

Unser Enkel Marco (5) liebt die Affen. Natürlich kommen an sonnigen Tagen viele Leute auf die Idee, in den Tierpark zu gehen. Wir sind bewusst früh losgefahren. Um 11 Uhr waren wir hier. Trotzdem mussten wir noch 25 Minuten anstehen.
Gertraud (65) und Werner Götz (65), Rosenheim

Zu kalt zum Baden

Ich gehe mit meiner Ida (4) ein- bis zweimal im Jahr in den Tierpark – eigentlich meistens nach Augsburg, aber Ida wollte unbedingt die Eisbären sehen, bevor sie wieder in den Kindergarten geht. Und das Wetter ist eh zu kalt zum Baden …
Christian Hölzl (45), ­Wolnzach

Doppelte Freude

Ich bin heute zum ersten Mal mit meinen Zwillingen Sarah und Sophie (10 Monate) im Zoo. Die beiden sind ganz verrückt nach den Eisbären. Gleich treffen wir uns mit Freunden aus Regensburg – vielleicht kaufen wir eine Jahreskarte.
Kathrin Münch (32), München

Montag bei Sonnenaufgang

OrtTemperatur
München/Olypark9,4 °
Altomünster7,9 °
Ebersberg7,1 °
Weihenstephan5,3 °
Maisach5,3 °
Holzkirchen5,0 °
Flughafen München5,0 °
Oberhaching4,9 °
Attenkam bei Wolfratsh.4,9 °
Wielenbach bei Weilheim3,6 °

Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben

Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben

Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Das ist sehr familiär. Gott sei Dank ist Sendling-Westpark kein so hipper Stadtteil. Schön zum Wohnen, abends allerdings etwas sehr ruhig. Was derzeit nervt, ist die ewige Baustelle am Luise-Kiesselbach-Platz. Aber irgendwann ist das auch mal vorbei. Armin Stegbauer (48), Inhaber Café Kubitschek © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Und Bogenhausen ist noch immer ein grüner Stadtteil. Hier gibt’s nicht viele Hochhausburgen. Deshalb ist das Viertel auch so beliebt. Das treibt leider die Mieten in die Höhe. Ich hoffe, dass die Gegend für die Alteingesessenen nicht irgendwann zu teuer wird.Elsbeth Klein (48), Inhaberin "Der Grüne Korb" © Schlaf
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Die Verkehrsanbindung ist ausgezeichnet. Die Leute können sich das Wohnen noch halbwegs leisten, die Luxussanierungen halten sich noch im Rahmen. Ich fürchte nur, dass Sendling irgendwann zum In-Viertel wird und dann die Mieten steigen.Wolfgang Kunz (66) vom Stemmerhof © Schlaf
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Die Badeseen und Erholungsgebiete sind nah – und wir haben eine gute Verkehrsanbindung an die Stadt, zur Autobahn und auch zum Flughafen. Hier kennt man seine Nachbarn, das macht den Charme von Feldmoching aus.Christian Zech (36), Landwirt © Götzfried
Der Statteil ist toll, weil er noch nicht so „in“ ist wie viele andere in München. Das Publikum ist noch gemischt und die Mieten bezahlbar. Man ist schnell auf dem Land und schnell in der Stadt. Andererseits verödet mancher Platz – und viele der Läden in der Fürstenrieder Straße sind traurig, billig und ohne jeden Charme. Auch kulturell konnte mehr los sein, glücklicherweise wurde wenigstens das Rex-Kino gerettet.Nana Berz (l.), Wirtin des „Speisezimmer“ © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Es ist insgesamt sehr lebendig hier und die Stimmung auf der Straße ist gut. Was mir nicht so gefällt ist die schwierige Parkplatzsituation und die teilweise überteuerten Preise, gerade in Cafés oder Restaurants. Lena Kienzler (29), Hebamme © fkn
Hadern: Ich mag besonders die vielen grünen Ecken. Mir fallen immer die schönen Einfamilienhäuser mit kleinem Vorgarten auf – wirklich idyllisch. Das Bildungsniveau bei den Hadernern ist sehr hoch, die Leuten schauen über den Tellerrand. Viele haben ein breites kulturelles Interesse. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Turm und Außenanlagen des Gemeindehauses rasch saniert werden. Sabine Krischer (56), ev. Pfarrerin, Reformations-Gedächtniskirche © Schlaf
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Weniger gefällt mir das Neubaugebiet zwischen Hackerbrücke und Hirschgarten – das ist einfallslos! Schade finde ich, dass der Mittlere Ring unser Viertel zerschneidet. Selbst wenn es eine Untertunnelung geben sollte, wird die Zweiteilung wohl nicht aufgehoben. Günther Baumann (57), Initiator der Neuhauser Hobbybrauerei Richelbräu © Schlaf
Allerdings fühlen wir uns immer etwas als Stiefkinder der Stadt. So hat man unser Allacher Sommerbad zugesperrt. Und ob das geplante Einkaufszentrum am Oertelplatz gut für die einheimisches Geschäftsleute sein wird, weiß ich auch nicht recht.Wolfgang Sedlmair (47), Fernmelde-Elektroniker © Kruse
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Heute ist Trudering ein schönes, ruhiges Viertel. Ich wohne schon seit 15 Jahren in Waldtrudering. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut. Mit Bus, S- und U-Bahn bin ich schnell in der Stadt. Durch die vielen Neubauten ist der alte Stadtteil auch ein bisschen multikultureller geworden.Karl-Heinz Joachim (64), Tierheimleiter © Haag
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Was uns hier fehlt, ist ein großer Saal. Die Truderinger haben ein Kulturhaus, wir leider nicht. Und in unser Pfarrsaal bietet nur etwa 100 Menschen Platz. Dr. Brian McNeil (60), Pfarrer von St. Michael © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Die Alteingesessenen werden vertrieben – und mit ihnen der Charme. Nicht umsonst war hier vor kurzem zu lesen: Heimat ist, wo das Herz wehtut. Maximilian Heisler (25), Aktionsgruppe Untergiesing © Westermann
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Sie werden als exklusive Architektur beworben, sind im Grunde aber einfach hingeklotzt – nach meinem Geschmack ist das keine Bereicherung für unseren Bezirk. Richtig schade finde ich auch, dass es so schwierig ist, eine anständige Gaststätte in der Umgebung zu finden, die auch Platz für Vereine bietet. Da wünsche ich für die Zukunft ein besseres Angebot. Jürgen Hennig (68), Vorsitzender Maibaum-Verein Thalkirchen © Schlaf
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Wenn die Bewohner eines Einfamilienhauses aus der Nachkriegszeit sterben, wird sofort ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen hingesetzt. Aus ­meiner Sicht ist die Stadtteilplanung auch nicht so gut. Trotzdem lebe ich gerne hier. Hilde Scholz (56), Traditionsunternehmen Schiller & Mayer © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Außerdem ist es schade, dass die Münchner Geschäfte allmählich verschwinden und für Ketten Platz machen. Das nimmt der Innenstadt ihr Flair und macht sie auf Dauer austauschbar.Stefan Blum (55), Inhaber Hofbräumühle © Haag
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Da werden auch gerne die Mülltonnen abgestellt. Das ist nicht schön für die Anwohner, und das hat unser NS-Widerstandskämpfer auch nicht verdient.Hella Schlumberger (69), ­Autorin der Georg-Elser-­Initiative München © Schlaf
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Wir haben alte Wirtschaften und Vereine. Ich selbst bin im Verein für Stadtteilgeschichte. Was bei uns fehlt, ist der Christkindlmarkt. Außerdem sind die Unterschiede zwischen den alten und den neuen Stadtteilen sehr groß. Die meisten Ramersdorfer kommen nie nach Perlach.Norbert Haidl (59), Spezialist für alte Postkarten © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Ich wohne auch hier – nahe an der Leopoldstraße, zahle aber weniger Miete als in Schwabing. In machen Gegenden herrscht leider viel Verkehr, etwa am Petuelring. Aber der Tunnel hat die Situation sehr verbessert. Die neue Tram 23 von der Münchner Freiheit finde ich super! Philipp Katz (62), Biergarten-Angestellter in der Olympia-Alm © Westermann
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Am Gärtnerplatz mag ich die Mischung aus Kultur und Schwulenszene. Sorgen macht mir die zunehmende Luxussanierung. Auch die Spielhallenflut am Bahnhof ist ärgerlich. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Grün und Wohnraum für Familien.Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser (68), Vorsitzender des Vereins Südliches Bahnhofsviertel München © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Leider gibt es in Moosach auch sozial schwächere Gegenden – aber hier haben wir eine sehr gute Quartiers-Sozial­arbeit. Noch sind die Mietpreise auch für Familien ­bezahlbar. Laut der jüngsten Bevölkerungsprognose werden aber wir die größte Wachstumsrate der Stadt haben. Das führt zur Nahverdichtung. Alexander Dietrich (CSU), stellv. BA-Vorsitzender © fkn
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Man hat die Trambahn mitten durch die Tegernseer Landstraße gelegt – früher ging sie noch außenrum. Die Tram fährt jetzt direkt vor unserem Lokal vorbei, und somit man kann nicht mehr draußen sitzen. Was auch fehlt, sind die Heimspiele der 60er – und der Fasching. Der ist einfach verschwunden. So traurig es ist: Aber ich finde, dass Giesing auf dem absteigendem Ast ist. Rudolf Dimetz (49), Wirt im Gasthaus Alt Giesing © Götzfried
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Das fängt bei mangelndem Raumangebot an und endet bei überzogenen Auflagen. Es gehört viel Einsatz und Idealismus dazu, einen eigenen Laden zu führen. Schade, dass es einem von Seiten der Stadt nicht leichter gemacht wird. Simone Graber (38), Inhaberin HeimatPunk & Luxusbaba © fkn
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Wir haben das Maximilianeum und das Uni-Klinikum Rechts der Isar. Ich bin froh, dass es hier viele alteingesessene Geschäfte wie die Metzgerei Vogl in der Steinstraße gibt. Leider sind die Mieten hier sehr hoch – und überall werden Luxussanierungen durchgeführt. Olaf Schmidt (49), Wirt vom ­Johanniscafé © Bodmer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Derzeit leiden wir hier aber alle unter den ewigen Baustellen. Du weißt nie, ob du nicht plötzlich vor einer Baustellensperre stehst und nichts mehr weitergeht. Viele Geschäftsleute sind skeptisch, dass sich die Geschäfte nach Beendigung der Bauarbeiten wie erhofft wieder normalisieren.Christian Hattenhauer (48, r.), Wirt des Franzz © Kurzendörfer
Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben
Im Englischen Garten ist es ruhiger. Ich wohne seit meiner Jugend in Schwabing, und für mich ist es der schönste Stadtteil. Hier ­leben viele alteingesessene Münchner. Wir sind eine große Familie. In unserem Laden kennen wir fast alle Kunden. Ich finde es aber schade, dass es in der Gegend nicht mehr kleine Läden gibt. Vor allem auf der Leopoldstraße nehmen die Ketten überhand.Alexander Vesely (44), Ladenbesitzer des „Gaumenspiel“ © Bodmer

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