Im Tierpark Hellabrunn

Eisbären-Zwillinge Nela und Nobby begeistern auch im Teenie-Alter

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Nela und Nobby begeistern Millionen Besucher im Tierpark Hellabrunn.

München - Tollpatschig, neugierig und knuffig wie ein Teddy - so entzückten Nela und Nobby vor einem Jahr die Münchner Zoobesucher. Inzwischen sind sie zu Jugendlichen herangewachsen.

Nela und Nobby sind die Stars im Tierpark Hellabrunn und inzwischen fast 16 Monate alt. Den Eisbären-Zwillingen gehe es „sehr gut“, sagte Hellabrunn-Sprecherin Verena Wiemann. Vor einem Jahr waren die Eisbären erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden. Seitdem begeistern sie das Publikum und haben wohl auch zum jüngsten Besucherrekord in Hellabrunn beigetragen. 2014 verzeichnete der Tierpark fast 2,3 Millionen Gäste. In welche Zoos die Eisbären später vielleicht umziehen werden, steht noch nicht fest.

Der Eisbären-Nachwuchs entwickelt sich prächtig: Nobby sei ein Wonneproppen mit etwa 100 Kilogramm Gewicht, sagt Wiemann. Seine Schwester Nela ist etwas leichter und bringt 90 Kilo auf die Waage. Ausgewachsen würden sie mit etwa vier Jahren sein, insofern seien sie gerade putzmuntere „Teenager“. Zu deren Lieblingsbeschäftigungen Fressen gehört. „Nela ist etwas wählerischer und prüft genau, was es gibt. Nobbys Motto ist da eher: Hauptsache Fressen.“

Mit Mutter Giovanna verstünden sie sich noch immer gut. Zoff gebe es nur, wenn die Mama Leckereien für sich haben wolle und dann versuche, die Zwillinge zu verscheuchen, erzählt Wiemann. Beim Spielen ist Giovanna ein Vorbild für die Nela und Nobby. Abläufe hätten sie sich von ihr abgeschaut. „Sie machen das ganz elegant, wenn sie mit Pylonen jonglieren oder mit Bällen spielen.“

Das bärige Familien-Idyll soll vorerst nicht gestört werden. 2015 sollen Nela und Nobby laut Wiemann noch bei ihrer Mutter in München bleiben. „Später werden sie jeweils in einen anderen Zoo umziehen, Nela voraussichtlich in eine Eisbärenweibchen-Gruppe, Nobby in eine Männchen-Gruppe.“ Sobald sie geschlechtsreif sind, könnten sie dann in einem anderen Zoo eigene Familien gründen.

Der Vater der Zwillinge, Eisbärmännchen Yoghi, war einige Monate nach der Geburt vorübergehend nach Stuttgart gebracht worden. Dort sollte er der Eisbärendame Corinna Gesellschaft leisten. Inzwischen ist Yoghi zurück in Hellabrunn, lebt in einem eigenen Gehege.

Die Eisbären waren am 9. Dezember 2013 geboren worden und verbrachten die ersten Wochen allein mit ihrer Mutter in einer Bruthöhle. Eine Kamera filmte damals das Leben der kleinen Bären-Familie.

dpa

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