Trauer ist groß

Tragischer Vorfall im Tierpark Hellabrunn: „Sie hatten keine Chance mehr, lebend aus dem Bau zu kommen“

Ab Montag ändert sich so einiges im Tierpark Hellabrunn.
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Der Tierpark Hellabrunn trauert um vier Erdmännchen (Symbolbild).

Vier Tiere sind bei einem tragischen Unfall im Tierpark Hellabrunn ums Leben gekommen. Darüber wurde nun in einer Pressemitteilung informiert.

München - „Hellabrunn muss mit sehr traurigen Nachrichten in das Wochenende gehen“, beginnt eine Pressemitteilung des Tierparks*. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (23. September) hat es in der Anlage der Erdmännchen einen tragischen Unfall gegeben.

Drama im Tierpark Hellabrunn: Vier Erdmännchen sterben, als Bau einstürzt

Alle vier Tiere befanden sich in einer selbstgegrabenen Schlafhöhle im unteren Bereich der Anlage, als das Erdreich plötzlich nachgab und die beliebten Mangusten unter sich begrub. Die Tiere konnten am Donnerstag nur noch tot von ihren Tierpflegern geborgen werden.

„Auf der vielbesuchten Erdmännchenanlage wurde bereits vor einigen Jahren bei einer Überarbeitung ein Bodensubstrat verwendet, welches sich hinsichtlich Körnung und Festigkeit in vielen anderen Zoos bei Erdmännchen bewährt hat, um den Savannenbewohnern das Graben und Buddeln zu erleichtern und für eine möglichst stabile Zusammensetzung des Bodens zu sorgen“, heißt es in der Pressemitteilung aus Hellabrunn. Zudem seien weitere Maßnahmen getroffen worden, um den Bau zu sichern.

Große Trauer in München: „Verlust stimmt uns sehr traurig“

„Unsere vier Erdmännchen Ruanda, Quodo, Quimbele und Rafiki wurden beim unvorhersehbaren, nächtlichen Einsturz der Höhle überrascht und hatten keine Chance mehr, lebend aus dem Bau zu kommen“, gab Carsten Zehrer, zoologischer Leiter des Tierparks zu Protokoll. „Auch wenn so ein Unfall im natürlichen Lebensraum der Tiere, der afrikanischen Savanne, jederzeit genauso vorkommen kann, stimmt dieser vollständige Verlust unserer Erdmännchen natürlich die Hellabrunner Belegschaft sowie zahlreiche Tierparkgäste und Tierpaten sehr traurig“, ergänze Zehrer.

Die Bodenkonsistenz der Anlage soll nun erneut geprüft werden. In „absehbarer Zeit“ werde eine neue Erdmännchengruppe einziehen, hieß es.

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