Durchsuchung förderte einiges zu Tage

Mutter zeigt eigenen Sohn an - Brüder bekommen richtig Ärger

Das hätte er mal lieber gelassen: Ein 17-Jähriger klaut seiner Mutter 500 Euro, die holt die Polizei. Nach der Wohnungsdurchsuchung gibt es sowohl für ihn als auch für seinen älteren Bruder richtig Ärger.

München - Eine Münchnerin hat am Montag Anzeige gegen ihren eigenen Sohn (17) erstattet. Der Verdacht: Er soll ihr 500 Euro geklaut haben und diese nun in seinem Zimmer verstecken. 

Die Beamten der Polizeiinspektion Forstenried machen sich gemeinsam mit ihr auf den Weg zu der Wohnung in Thalkirchen, wo sie gemeinsam mit ihren zwei Söhnen lebt. Schon als die Polizisten die Wohnung betraten, nahmen sie aus dem Zimmer des verdächtigen 17-Jährigen starken Marihuana-Geruch wahr. Bei der Durchsuchung seines Zimmers fanden sie mehrere Gramm Marihuana, einen Joint und die gestohlenen 500 Euro. Mit Einverständnis der Mutter holten sich die Einsatzkräfte einen Rauschgifthund zur Unterstützung. 

Der lief aber überraschend nicht ins Zimmer des 17-Jährigen, sondern in das Zimmer seines älteren Bruders (20). Was der Hund dort fand, schockierte die Mutter sicher mehr, als das Gras des jüngeren Bruders: 200 Gramm Amphetamin, 87 Ecstasy-Tabletten, MDMA-Pulver, 83 Gramm Marihuana, 44 Gramm Haschisch, Psilocybin-Pilze, zwei Feinwaagen sowie diverses Verpackungsmaterial stellten die Beamten sicher. Ebenso ein Wurfmesser, das griffbereit im Zimmer lag.

Die Polizei geht nun davon aus, dass der 20-jährige Arbeitslose bewaffneten Handel mit erheblichen Mengen Betäubungsmittel betreibt. 

Beide Brüder wurden festgenommen. Der Ältere wird dem Haftrichter vorgeführt, während der Jüngere nach der polizeilichen Sachbearbeitung wieder nach Hause gehen durfte.

Rubriklistenbild: © dpa

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