Hamburger Zoo unter Quarantäne

Wegen Vogelgrippe: Gajendras Heimkehr verzögert sich 

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Ein Prachtkerl: Elefantenbulle Gajendra im Tierpark Hagenbeck, wo er nun warten muss, bis die Behörden die Vogelgrippe-Quarantäne aufheben.

München - Weil im Tierpark Hagenbeck in Hamburg Vogelgrippe-Verdacht besteht, steht der Münchner Elefantenbulle Gajendra unter Quarantäne. Ein Transport bei Frost wäre außerdem zu riskant.

Die Rückkehr des Hellabrunner Elefantenbullen Gajendra aus Hamburg verzögert sich – wegen der Vogelgrippe. Das hat der Münchner Zoo am Mittwoch auf Anfrage mitgeteilt. Gajendra, im frisch renovierten Elefantenhaus sehnsüchtig erwartet, sitzt in Hamburg-Hagenbeck fest, denn der ganze Zoo steht unter Quarantäne.

„Wir hatten Ende November eine Gans, die an Vogelgrippe erkrankt war“, berichtet Hagenbecks Sprecherin Eveline Düstersiek. 20 Gänse wurden getötet, der Zoo musste drei Tage schließen. Inzwischen werden Besucher wieder eingelassen, müssen ihre Schuhsohlen aber auf speziellen Matten desinfizieren. Doch ansonsten gilt, so Düstersiek: „Es darf nichts rein in den Tierpark, und es darf nichts raus.“ Auch kein Elefant.

Aus einer Rückkehr noch 2016 wird wohl nichts

Wie lange die behördlichen Auflagen noch bestehen werden, ist ungewiss. Doch aus dem Hellabrunner Plan, Gajendra noch im laufenden Jahr zurückzuholen, wird wohl nichts mehr werden. „Jetzt kommt die kalte Zeit, da wird der Transport schwierig“, gibt Christoph Schwarz vom Tierpark Hellabrunn zu bedenken. „Der Transportcontainer ist zwar geheizt, aber bei Minusgraden kann er auf der langen Fahrt durch den Fahrtwind trotzdem auskühlen.“ Allzu eilig haben es die Hamburger Pfleger nicht, den 4,7 Tonnen schweren Riesen aus München wieder loszuwerden, denn sie haben Gajendra in ihr Herz geschlossen.

Gajendra war zunächst nach Leipzig, dann nach Hamburg gebracht worden, nachdem 2010 ein Deckenteil des alten Elefantenhauses herabgestützt war und das Gebäude geräumt werden musste. Das eilig aufgebaute provisorische Quartier bullenfest zu machen, wäre zu aufwändig gewesen. Doch nun wartet eine nagelneue Bullenanlage auf den Elefanten – und vier Kühe, die sich nach Überzeugung der Pfleger noch genau an den Boss erinnern. Ihre Hoffnung: Wie in Hamburg, wo er zwei Kälber gezeugt hat, soll Gajendra an der Isar dafür sorgen, dass die Herde weiter wächst. 

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