Stress am Tierpark

Zoo-Parkplatz: Boden tief mit Öl verseucht

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Das Parkhaus soll an der Siebenbrunner Straße entstehen, 14 Meter hoch und Platz bieten für 1180 Stellflächen.

München - Parken am Tierpark – die Situation ist vor allem für die Anwohner unerträglich. Jetzt steht erstmals offiziell fest: Das Parkchaos wird von den Besuchern des Zoos verursacht.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die dem Wirtschaftsausschuss vorgestellt wurde. Jedoch: „Da steht nur das drin, was ohnehin jeder schon vermutet hat, der sich da auskennt“, sagt CSU-Fraktionsvize Manuel Pretzl. Die Grünen hatten auf Offenlegung der Pläne gedrängt. Katrin Habenschaden: „Die Kosten und die Verkehrs-Aspekte gehen alle an.“

Die Gutachter haben im Auftrag des Tierparks untersucht, ob ein Parkhaus notwendig ist. Das soll den Schotter-Parkplatz an der Siebenbrunner Straße ersetzen. Gerade die Grünen hatten kritisiert, dass das Parkhaus im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet errichtet werden soll.

Gleichwohl: Der Platz an der Siebenbrunner Straße ist durch die vielen Autos erheblich belastet. „Der Boden ist bis zu zwei Metern Tiefe mit Öl und Hydraulikflüssigkeit kontaminiert“, sagt Tierpark-Chef Rasem Baban.

Eine Tiefgarage sei keine Lösung, da die Kosten kaum darstellbar sind. Bis zu 25.000 Euro pro Parkplatz müsste man rechnen. Der Tierpark kalkuliert mit maximal 10.000 pro Stellplatz. Das Parkhaus soll 1180 Stellplätze beherbergen. Es soll recycelfähig und rückbaubar sein. Tobias Ruff (ÖDP): „Ich sehe die Planung gelassen.“ Ein Parkhaus, das nur an jedem siebten Tag belegt ist, werde sich nicht rechnen. 

ska

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